NRW-Wahltrend: Piraten gefährden rot-grüne Mehrheit

NRW-Wahltrend: Piraten gefährden rot-grüne Mehrheit
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Würde am Sonntag in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt, die Piratenpartei würde mit 8 Prozent klar den Sprung ins Parlament schaffen. Damit sind sie der Gewinner einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des SAT.1-Regionalprogramms für Nordrhein-Westfalen. Hierfür wurden über 1.000 wahlberechtigte Nordrhein-Westfalen im Oktober 2011 befragt. Durch die Zugewinne der Piratenpartei wäre eine rot-grüne Regierungsmehrheit in Gefahr: 49 Prozent würden derzeit noch SPD oder Bündnis 90/Die Grünen wählen.

Der Vergleich zur letzten Erhebung, im September 2011, zeigt: Die CDU (30 %) verliert drei Prozentpunkte. Auch die SPD (32 Prozent) verliert einen Prozentpunkt, bliebe aber stärkste Kraft im Landtag. Drittstärkste Kraft wären die Grünen (17 Prozent). Sie bleiben auf dem Niveau des Vormonats, ebenso wie die Linke. Sie rangiert weiterhin bei 5 Prozent. Die FDP (4%) verliert im Vergleich zum Vormonat zwei Prozentpunkte und würde den Einzug ins Parlament verpassen. Neu im Landtag wären die Piraten (8%), die auch potenzielle Nichtwähler aktivieren.

Zufriedenheit mit der Regierungsleistung: Krafts rot-grüne Koalition legt zu

Für die die rot-grüne Minderheitsregierung von Ministerpräsidentin Kraft gibt es aber auch gute Nachtrichten: Im September gaben noch 26 Prozent aller Befragten an, diese Koalition sei gut für Nordrhein-Westfalen. Inzwischen sind es 27 Prozent. Eine Koalition aus SPD, Grünen und der Linken käme für 13 Prozent in Frage (Sep.: 12%). Eine Beteiligung der FDP, also eine rot-grün-gelbe Koalition, ist dagegen noch etwas  unpopulärer als im Vormonat. Lediglich sechs Prozent halten diese Konstellation für wünschenswert (Sep.: 7%). Stünde das Amt des Ministerpräsidenten zur Direktwahl ginge das Amt erneut an Hannelore Kraft. Sie legte im Vergleich zum Vormonat sogar deutlich zu und erhielte 38 Prozent der Stimmen (Sep.: 33%). Norbert Röttgen (CDU) büßt dagegen ein und käme auf 19 Prozent (Sep.: 22%). Auch die Regierung als Ganzes legt zu: Im September waren 26 Prozent aller Befragten mit deren Arbeit zufrieden. Inzwischen sind es 30 Prozent.

Foto: dpa

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