Sonntagsfrage / NATO-Mitgliedschaft von Schweden und Finnland von deutscher Mehrheit befürwortet

Sonntagsfrage / NATO-Mitgliedschaft von Schweden und Finnland von deutscher Mehrheit befürwortet
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Die Wahlabsicht der Deutschen im Juli 2022, zu den NATO- sowie EU-Beitrittskandidaten und zur Beliebtheit des Bundeskanzlers und der Bundesminister

28 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürgerinnen und Bundesbürger geben an, CDU/CSU zu wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Dies sind zwei Prozentpunkte weniger als im Vormonat (30 Prozent). Die SPD würden derzeit 19 Prozent wählen (18 Prozent im Vormonat). Damit hat sich der Vorsprung der Union auf die SPD auf 9 Prozentpunkte verringert. Die Grünen kommen auf 20 Prozent (21 Prozent im Vormonat).

Sonntagsfrage Juli 2022

Die Werte der FDP bleiben unverändert bei 7 Prozent im Vergleich zum Juni. Die Linke kommt auf 5 Prozent (6 Prozent im Vormonat). Und auch die AfD bleibt unverändert bei 12 Prozent.

Sonntagsfrage im Zeitverlauf

Das ist das Ergebnis der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage, für die 1.655 Personen unter 2.065 wahlberechtigten Umfrageteilnehmern ihre Wahlabsicht zwischen dem 01.07.2022 und 05.07.2022 abgegeben haben.

NATO-Mitgliedschaft von Schweden und Finnland von deutscher Mehrheit befürwortet

Knapp zwei Drittel der deutschen Wahlberechtigten befürworten es, dass Deutschland Mitglied der NATO ist (65 Prozent). Wähler der Grünen (86 Prozent) sowie von CDU/CSU (80 Prozent) sagen dies am häufigsten.

Den möglichen NATO-Beitritt der Beitrittskandidaten Schweden und Finnland würden die Deutschen gleichermaßen befürworten (Schweden: 72 Prozent; Finnland: 71 Prozent). Bei einem möglichen Beitritt der Ukraine ist die Befürwortung nicht ganz so hoch: 44 Prozent aller Befragten in Deutschland würden einen NATO-Beitritt der Ukraine befürworten. Noch seltener sprechen sich die Befragten für den möglichen Beitritt von Bosnien Herzegowina und Georgien aus: 37 Prozent würden den Beitritt Bosnien Herzegowinas in die NATO befürworten, 33 Prozent jenen von Georgien. Georgien ist das einzige der fünf untersuchten Länder, bei dem die Ablehnung bei dieser Frage höher als die Befürwortung ist (38 Prozent vs. 33 Prozent Befürwortung).

NATO-Beitritt von Schweden und Finnland befürwortet

EU-Beitrittskandidaturen von Ukraine und Moldau eher befürwortet als abgelehnt

Ende Juni 2022 erklärten die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union die Länder Ukraine und Moldau zu EU-Beitrittskandidaten. Unter Deutschen wird diese Entscheidung bezogen auf beide Länder häufiger befürwortet als abgelehnt: 46 Prozent der deutschen Wahlberechtigten befürworten die EU-Kandidatur der Ukraine, am häufigsten Wählerinnen und Wähler der Grünen (79 Prozent), 30 Prozent aller Befragten lehnen dies hingegen ab. Dass Moldau Beitrittskandidat der Europäischen Union ist, befürworten knapp zwei von fünf Deutschen (38 Prozent), 27 Prozent lehnen dies ab. Die „Weiß nicht“- und „Weder noch“-Anteile sind bei der Frage nach Befürwortung oder Ablehnung der Kandidatur Moldaus höher als jene der Ukraine.

EU-Beitrittskandidaten Ukraine und Moldau

Olaf Scholz‘ Beliebtheitswerte leicht gestiegen

Im Juli sagen 35 Prozent der deutschen Wahlberechtigten, dass Bundeskanzler Olaf Scholz von der SPD einen guten Job mache. Dies sagen 62 Prozent unter SPD-Wählern und 50 Prozent unter Grünen-Wählern. Damit sind seine Werte unter allen befragten Deutschen im Vergleich zum Vormonat um 3 Prozentpunkte gestiegen (Juni: 32 Prozent). Die Werte für Bundesfinanzminister Christian Lindner sind hingegen um 3 Prozentpunkte gesunken (Juli: 33 Prozent vs. Juni: 36 Prozent).

Die größte Zustimmung erfahren nach wie vor die beiden Grünen-Politiker Annalena Baerbock (52 Prozent) als Außenministerin und Robert Habeck (49 Prozent) als Wirtschaftsminister. Gesundheitsminister Karl Lauterbach landet bei 39 Prozent (41 Prozent im Vormonat) und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht kommt auf 18 Prozent Zustimmung (vs. 17 Prozent im Vormonat).

Beliebtheit des Bundeskanzlers und der Bundesminister

 

Die Ergebnisse samt einer Erklärung der Methodik stehen hier kostenlos zur Verfügung.

 

Wenn Sie mehr über die politische Forschung von YouGov erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an.

 

Foto: Olivier Matthys/AP/dpa

 

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