Deutsche wünschen sich am ehesten Luchs und Feldhase mehr in freier Wildbahn

Deutsche wünschen sich am ehesten Luchs und Feldhase mehr in freier Wildbahn
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Eine aktuelle YouGov-Umfrage in Kooperation mit Statista untersucht die Einstellungen der Deutschen zur Artenvielfalt

Am Sonntag, 22. Mai ist der Internationale Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Auf der Liste der in Deutschland vom Aussterben bedrohten / gefährdeten Tierarten sind ca. 14.000 Tierarten verzeichnet. Doch welche Tierarten sollten sich laut Meinung der Deutschen wieder mehr in freier Wildbahn verbreiten dürfen?

Der Feldhase und der Luchs sind mit jeweils 28 Prozent die Tiere, welche die Deutschen am häufigsten gerne wieder vermehrt in der freien Wildbahn sehen würden. 26 Prozent nennen hierbei die Wildkatze, und fast jeder Vierte der Befragten wünscht sich die Verbreitung des Wolfes in freier Wildbahn (24 Prozent). Jeder Fünfte möchte häufiger den Fischotter in der Natur sehen (20 Prozent), sowie Feldhamster und Fledermaus mit jeweils 18 Prozent.  Dies sind Ergebnisse einer aktuellen YouGov-Umfrage in Kooperation mit Statista.

Tiere in freier Wildbahn

Aktiver Tierschutz ist häufiger ein Interesse der Jüngeren

Doch wie sehr setzen sich die Deutschen aktiv für Tierschutz ein und in welcher Form? Knapp zwei von fünf Deutschen (38 Prozent) haben schon einmal Tierschutzinitiativen durch Spenden unterstützt. Weitere 38 Prozent geben an, dies noch nicht getan zu haben und dies auch nicht vor zu haben. 13 Prozent haben es noch vor. Hierbei sind Frauen spendenfreudiger: Unter ihnen sagen 44 Prozent, schon einmal an eine Tierschutzinitiative gespendet zu haben (vs. 32 Prozent der Männer).

30 Prozent haben sich schon einmal an Petitionen beteiligt, und 13 Prozent haben Tierschutzorganisationen durch ihre freiwillige Mitarbeit unterstützt. Auch dies sagen Frauen etwas häufiger als Männer (15 Prozent vs. 12 Prozent).

Junge Deutsche sind im Vergleich zur Gesamtbevölkerung am häufigsten an der Beteiligung zum Tierschutz interessiert. 58 Prozent der Altersgruppe 18 bis 24 Jahre haben schon einmal durch freiwillige Mitarbeit Tierschutzinitiativen unterstützen oder haben dies in Zukunft vor. Im Vergleich geben das nur 34 Prozent der Gesamtbevölkerung an. Die genannte Altersgruppe gibt ebenfalls häufiger an, schon einmal Petitionen im Sinne des Tierschutzes unterschrieben zu haben oder dies noch tun zu wollen (53 Prozent vs. 45 Prozent der Gesamtbevölkerung). Nur beim Thema Spenden sind die jungen keine auffälligen Vorreiter: 52 Prozent unter ihnen haben schon einmal an eine Tierschutzorganisation gespendet oder haben es noch vor. In der Gesamtbevölkerung sagen dies 51 Prozent.

Junge Deutschen am ehesten am aktiven Tierschutz interessiert

Artenschutz verdient laut Deutschen mehr Aufmerksamkeit

Die Mehrheit der Deutschen findet, dass Artenschutz mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte bzw. verdient (81 Prozent). Nur 9 Prozent sehen das anders. Außerdem sehen 81 Prozent der Deutschen die Politik in der Verantwortung, bedrohte Tier- und Pflanzenarten besser zu schützen. 64 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Zoos wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt sind. Ebenfalls sind sich die Deutschen mehrheitlich einig, dass Artenvielfalt wichtig für den Fortbestand der Erde ist (84 Prozent).

Deutsche sehen Politik beim Artenschuzt in der Pflicht

 

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 2.078 Personen in Deutschland vom 10. bis 12. Mai 2022 mittels standardisierter Online-Interviews befragt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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