Sonntagsfrage Januar 2022: Union erstmalig seit Ende Juli wieder leicht vor SPD

Sonntagsfrage Januar 2022: Union erstmalig seit Ende Juli wieder leicht vor SPD
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Die Wahlabsicht der Deutschen im Januar 2022 und aktuelle Daten zur Bewertung der Arbeit der Bundesregierung und zu Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident

26 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürgerinnen und Bundesbürger geben an, CDU/CSU zu wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Die SPD würden derzeit 23 Prozent wählen. Damit hat die Union die SPD erstmalig seit Ende Juli 2021 wieder mit geringem Vorsprung von 3 Prozentpunkten überholt. Die beiden Parteien liegen damit weiterhin sehr nahe beieinander.

Sonntagsfrage Januar 2022

Die Grünen kommen auf 15 Prozent der Stimmen (16 Prozent im Vormonat), die FDP auf 8 Prozent (10 Prozent im Vormonat), gleichauf mit der Linken, die ebenfalls von 8 Prozent der deutschen Wahlberechtigten gewählt würden, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre (6 Prozent im Vormonat). Die AfD erreicht 12 Prozent (11 Prozent im Vormonat Dezember 2021). Die Freien Wähler bleiben unverändert bei 2 Prozent. 7 Prozent der deutschen Wahlberechtigten mit Wahlabsicht würden in diesem Monat sonstige Parteien wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre.

Sonntagsfrage im Zeitverlauf Januar 2022

Das ist das Ergebnis der aktuellen Sonntagsfrage, für die 1.602 Personen unter 2.042 wahlberechtigten Umfrageteilnehmern ihre Wahlabsicht zwischen dem 21.01.2022 und 25.01.2022 abgegeben haben.

Arbeit der Ampel-Regierung bei Mehrheit der Themen als schlecht bewertet

Jeweils 44 Prozent der deutschen Wahlberechtigten sind der Ansicht, dass die Arbeit der Bundesregierung bei den Themen „Europa und EU“ sowie „Gesundheit“ gut sei, über die Arbeit im Bereich „Wirtschaft“ sagen dies 43 Prozent. Bei allen anderen Themen, wie „Bildung“, „Steuern“, „Verteidigung und Sicherheit“ etc. sind die Zustimmungswerte niedriger. „Wirtschaft“ und „Europa & EU“ sind zudem die einzigen der abgefragten Themen, bei denen die positive Einschätzung der Befragten gegenüber der negativen überwiegt.

Am schlechtesten wird die Arbeit der Bundesregierung bei dem Thema „Schere zwischen Arm und Reich“ bewertet (70 Prozent vs. 16 Prozent gute Bewertung), 68 Prozent geben „Wohnen und Mieten“ eine schlechte Bewertung (vs. 18 Prozent gute Bewertung). Im Bereich „Inflation“ bewerten 66 Prozent der deutschen Wahlberechtigten die Arbeit der Bundesregierung als schlecht (vs. 17 Prozent gute Bewertung).

Besorgnis vorherrschendes Gefühl mit Blick auf politische Zukunft

27 Prozent der deutschen Wahlberechtigten geben an, besorgt in die Zukunft der deutschen Politik zu blicken. Unter Wählern von CDU/CSU sagen dies aktuell 36 Prozent. Frustration wird am zweithäufigsten genannt (18 Prozent). 14 Prozent blicken gespannt in die Zukunft der deutschen Politik. Dies sagen Wähler von Bündnis 90/Die Grünen am häufigsten (19 Prozent). Erwartungsvoll sind 13 Prozent aller Befragten, am häufigsten Wähler der Grünen (27 Prozent) sowie der SPD (20 Prozent).

Besorgnis ist vorherrschendes Gefühl

Die Hälfte der Deutschen befürwortet Wiederwahl von Steinmeier als Bundespräsidenten

48 Prozent der deutschen Wahlberechtigten sind der Meinung, dass Frank-Walter Steinmeier erneut die Wahl zum Bundespräsidenten gewinnen sollte. 5 Prozent sagen dies über Gerhard Trabert, den Kandidaten der Linken. Jeder Vierte sagt jedoch, sich einen ganz anderen Kandidaten bzw. eine ganz andere Kandidatin gewünscht zu haben (24 Prozent).

Drei von fünf Deutschen (61 Prozent) sind der Meinung, dass Frank-Walter Steinmeier für das Amt des Bundespräsidenten gut geeignet sei. Dies sagen Wähler von SPD (82 Prozent) und von CDU/CSU am häufigsten (78 Prozent).

 

 

Die Ergebnisse samt einer Erklärung der Methodik stehen hier kostenlos zur Verfügung.

 

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Foto: Paul Zinken/dpa

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