Sonntagsfrage: SPD kann Vorsprung vor Union ausbauen

Sonntagsfrage: SPD kann Vorsprung vor Union ausbauen
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Die Wahlabsicht der Deutschen im Dezember 2021 und Meinungen zur neuen Bundesregierung

27 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürgerinnen und Bundesbürger geben an, SPD zu wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. CDU/CSU würden derzeit 23 Prozent wählen, dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vormonat nicht verändert. Ebenso der Wert der Grünen, die im Dezember erneut 16 Prozent in der Wahlabsicht der deutschen Wahlberechtigten erreichen.

Sonntagsfrage im Dezember 2021

Die FDP landet in diesem Monat bei 10 Prozent (11 Prozent im November 2021), die Linke unverändert bei 6 Prozent, und die AfD erreicht 11 Prozent (12 Prozent im Vormonat). Die Freien Wähler kommen erneut auf 2 Prozent. 6 Prozent der deutschen Wahlberechtigten mit Wahlabsicht würden in diesem Monat sonstige Parteien wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre.

Sonntagsfrage im Zeitverlauf Dezember 2021

Das ist das Ergebnis der aktuellen Sonntagsfrage, für die 1.715 Personen unter 2.074 wahlberechtigten Umfrageteilnehmern ihre Wahlabsicht zwischen dem 10.12.2021 und 14.12.2021 abgegeben haben.

Krisen-Umgang der neuen Regierung: Deutsche beim Ukraine-Konflikt am kritischsten

Kaum im Amt, muss die neue Bundesregierung ihren Umgang mit den Krisen unserer Zeit finden, u.a. Klima, Corona und der Ukraine-Konflikt. Bei letztgenanntem sind die Deutschen am kritischsten: Knapp die Hälfte (48 Prozent) glaubt, dass die Ampel-Regierung einen schlechten Umgang mit dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine haben wird. Jeder Vierte (25 Prozent) ist diesbezüglich hingegen zuversichtlich. Bei der Klima- und der Corona-Krise ist das Zutrauen größer, wenn auch die Zahlen etwas ausgeglichener sind: Jeweils 46 Prozent der Deutschen gehen von einem guten Umgang ihrer neuen Regierung mit den beiden Krisen aus. Bezüglich der Klima-Krise rechnen aber 39 Prozent mit einem schlechten Umgang, bei der Corona-Pandemie sagen dies sogar 41 Prozent.

Kritischer Umgang der Regierung mit dem Ukraine-Konflikt erwartet

Karl Lauterbach am meisten Kompetenz in seinem Ressort zugesprochen

Dem neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach wird von knapp zwei Dritteln der Deutschen Kompetenz als Bundesminister zugesprochen: 64 Prozent glauben, dass er einen guten Job machen wird. Über Finanzminister Christian Lindner sagen dies 53 Prozent, über Robert Habeck als Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz 47 Prozent. Von Annalena Baerbock als neue Außenministerin glauben hingegen nur 32 Prozent, dass sie einen guten Job machen wird.

Lauterbach als Bundesminister am meisten Kompetenz zugesprochen

Einschätzung der neuen Bundesregierung fällt eher unentschieden aus

Bei Fragen nach der Einschätzung der neuen Bundesregierung sind die Antworten der Deutschen ausgeglichen: 36 Prozent der Befragten sagen, sie seien zuversichtlich, dass die neue Ampelkoalition die Herausforderungen der Zukunft meistern wird. Unter Ostdeutschen ist die Zuversicht allerdings geringer als unter Westdeutschen (31 Prozent vs. 37 Prozent der Westdeutschen). 31 Prozent aller Deutschen hingegen sind diesbezüglich nicht zuversichtlich. Weitere 29 Prozent antworten mit „teils/teils“.

Einen guten Eindruck von der neuen Ampel-Regierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz haben 37 Prozent. Der Altersvergleich zeigt, dass Jüngere am häufigsten einen guten Eindruck haben: Unter 18- bis 29-Jährigen sagen dies 40 Prozent. Jeder vierte Deutsche (24 Prozent) hat einen schlechten Eindruck. 32 Prozent aller Befragten antworten mit „teils/teils“.

Zuversicht in die neue Regierung gemischt

 

Die Ergebnisse samt einer Erklärung der Methodik stehen hier kostenlos zur Verfügung.

Für weitere Informationen zur Methodik von Wahlumfragen und Wahlforschung bei YouGov sprechen Sie uns gerne an.

 

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

 

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