Sonntagsfrage: Grüne stärkste Kraft vor CDU/CSU

Sonntagsfrage: Grüne stärkste Kraft vor CDU/CSU

Weiterhin viel Bewegung in der Wahlabsicht – Verluste bei CDU/CSU und SPD, Grüne überholen die Union, leichter Gewinn bei der FDP

24 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürgerinnen und Bundesbürger geben an, CDU/CSU zu wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Dieser Wert liegt um 3 Prozentpunkte niedriger als im März 2021 und um 12 Prozentpunkte niedriger im Vergleich zum Januar-Ergebnis (36 Prozent). Damit haben die Grünen die Union in der Wahlabsicht der Deutschen überholt: Bündnis 90/Die Grünen erreichen im April 25 Prozent. Das sind 7 Prozentpunkte mehr als im Januar und Februar 2021.

Sonntagsfrage April 2021

Auch die SPD fährt in der Wahlabsicht Verluste ein und landet im April bei 14 Prozent der Wählerstimmen, 3 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Auch die FDP kann im April erneut leicht punkten und landet mit 1 Prozentpunkt mehr im Vergleich zum März bei 11 Prozent bei der Wahlabsicht der deutschen Wahlberechtigten. AfD und Linke bleiben stabil (AfD 11 Prozent, die Linke 8 Prozent). Die sonstigen Parteien erreichen 7 Prozent der Wählerstimmen.

Sonntagsfrage im Zeitverlauf

Umwelt- und Klimaschutz wichtigstes Thema unter Deutschen

16 Prozent der deutschen Befragten gaben im April an, dass Umwelt- und Klimaschutz ihrer Meinung nach das wichtigste Thema sei, um das sich Politiker und Politikerinnen in Deutschland kümmern sollten. Dies unterstreicht wohlmöglich die Relevanz der Grünen im diesjährigen Bundestagswahlkampf.

Am zweitwichtigsten ist den Befragten sowohl das Thema Rente und Altersvorsorge als auch die Gesundheitsversorgung (jeweils 12 Prozent). Letztgenanntes könnte nach wie vor durch die Corona-Pandemie begründet sein.

Zustimmung für Laschet unter CDU-/CSU-Wählern geringer als für Baerbock unter Grünen-Wählern

Annalena Baerbock wurde als Kanzlerkandidatin der Grünen nominiert. Wähler und Wählerinnen der Grünen befürworten diese Entscheidung eher, als dass sie sie ablehnen: Unter jenen Befragten, die bei der Bundestagswahl 2017 die Grünen gewählt haben, sagen 17 Prozent, dass es durch Baerbocks Nominierung wahrscheinlicher wird, den Grünen ihre Stimme auch bei der Bundestagswahl in diesem Jahr zu geben. 4 Prozent sagen, dass dies für sie durch die Nominierung Annalena Baerbocks unwahrscheinlicher wird. Dass die erneute Wahl der Grünen in diesem Jahr dadurch gleich wahrscheinlich bleibt, sagt knapp ein Drittel der Grünen-Wähler der letzten Bundestagswahl (31 Prozent).

Diese Unterstützung unter den eigenen Wählern erhält der Kanzlerkandidat der Union Armin Laschet nicht: 37 Prozent jener wahlberechtigen Bürger, die bei der vergangenen Bundestagswahl CDU/CSU gewählt haben, sagen, dass es durch Laschets Nominierung für sie unwahrscheinlicher wird, bei der Bundestagswahl im September die Union zu wählen. Für 15 Prozent der Unionswähler wird es wahrscheinlicher, und für 13 Prozent bleibt es gleich wahrscheinlich.

Die übrigen Befragten beider Fragen verteilen sich auf jene, die die jeweilige Partei ohnehin wählen bzw. nicht wählen, jene, die den Namen Baerbock bzw. Laschet nicht kennen und auf jene, die mit „Weiß nicht“ geantwortet haben.

Unterstützung für Baerbock unter Grünen-Wählern größer als für Laschet unter Unionswählern

Das ist das Ergebnis der aktuellen Sonntagsfrage, für die 1.643 Personen unter 2.021 wahlberechtigten Umfrageteilnehmern ihre Wahlabsicht zwischen dem 23.04.2021 und 26.04.2021 abgegeben haben.

 

Die Ergebnisse samt einer Erklärung der Methodik stehen hier kostenlos zur Verfügung.

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Foto: Kay Nietfeld/dpa

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