Sonntagsfrage: CDU/CSU legt weiter zu, Verlierer sind die Grünen

Sonntagsfrage: CDU/CSU legt weiter zu, Verlierer sind die Grünen

Aus der Krise geht die Große Koalition weiterhin gestärkt hervor: Die YouGov-Sonntagsfrage zeigt, dass die Union nochmal hinzugewinnt.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 37 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürger CDU/CSU wählen. Im Vergleich zum Vormonat konnte die Union also nochmal um 3 Prozentpunkte zulegen. Die SPD bleibt unverändert bei 16 Prozent. Damit könnte die Große Koalition auch in diesem Monat die Mehrheit der Stimmen für sich gewinnen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre.

Sonntagsfrage April 2020

Am meisten Verluste verzeichnen hingegen die Grünen: Sie verlieren 2 Prozentpunkte und landen bei 16 Prozent. Auch AfD und FDP büßen ein: Die AfD landet bei 11 Prozent in der Wahlabsicht und verliert damit 1 Prozentpunkt. Die FDP verliert ebenso 1 Prozentpunkt, so dass 5 Prozent der wahlberechtigten Bürger mit Wahlabsicht FDP wählen würden, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Die Linke bleibt unverändert bei 9 Prozent. 6 Prozent der Stimmen entfallen auf sonstige Parteien.

Sonntagsfrage April 2020 im Zeitverlauf

Gesundheitsversorgung nicht mehr mit Abstand wichtigstes Thema

Nachdem das Coronavirus die Welt seit knapp zwei Monaten im Griff hat, wird das Thema Gesundheitsversorgung nicht mehr allein als das wichtigste Thema genannt, um das sich Politiker*innen kümmern sollten. Im Vormonat nannten 21 Prozent der wahlberechtigten Deutschen die Gesundheitsversorgung als wichtigstes Thema, im April 2020 entfallen nur noch 14 Prozent auf die Gesundheitsversorgung. Somit liegt es derzeit gleichauf mit dem Klimaschutz, der ebenfalls von 14 Prozent zum wichtigsten Thema erklärt wird. Im Vergleich zum März 2020 steigt hier die Wichtigkeit um 2 Prozentpunkte. Diesen beiden wichtigsten Themen folgen dichtauf die Themen Einwanderung und Asyl sowie Rente und Altersversorgung mit jeweils 12 Prozent.

wichtigste Themen

Söder im Krisenumgang weit vor Laschet

Bei der Frage, wie das Vorgehen deutscher Politiker*innen in der Corona-Krise beurteilt wird, bewertet die Mehrheit (53 Prozent) das Vorgehen des bayerischen Ministerpräsidenten und möglichen Kanzlerkandidaten für die Union Markus Söder als sehr/eher gut. Lediglich Kanzlerin Angela Merkels Vorgehen wird noch besser bewertet (57 Prozent sehr/eher gut). Das Vorgehen des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet, Konkurrent Söders im Rennen um die Kanzlerkandidatur der Union, wird von weniger als einem Fünftel (18 Prozent) als sehr/eher gut eingeschätzt. Gesundheitsminister Jens Spahn empfinden 40 Prozent der wahlberechtigten Deutschen als sehr/eher gut in seinem Umgang mit der Krise.

Söder vor Laschet

Im internationalen Vergleich schneidet Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz mit 36 Prozent am besten ab. Ein Viertel (26 Prozent) sagt, dass Frankreichs Regierungschef Emmanuel Macron ein sehr/eher gutes Vorgehen in der Krise beweise, und Ursula von der Leyen als Präsidentin der Europäischen Kommission wird von lediglich 14 Prozent für ihren Krisen-Umgang gelobt.

Corona-Krise schade Trump eher als dass sie nütze

Laut Meinung der deutschen Wahlberechtigten schade die Corona-Krise eher US-Präsident Donald Trump als seinem demokratischen Konkurrenten Joe Biden: Die Mehrheit der Deutschen (53 Prozent) ist der Ansicht, dass Trump durch die Krise als Präsidentschaftskandidat für die Wahl im November 2020 Schaden nehme, über Joe Biden sagen dies nur 8 Prozent. Dass die Krise Trump nütze, meinen 10 Prozent. Drei von zehn wahlberechtigten Deutschen (30 Prozent) sagen dies über Joe Biden.

Das ist das Ergebnis der aktuellen Sonntagsfrage, für die 1.636 Personen unter 2.027 wahlberechtigten Umfrageteilnehmern ihre Wahlabsicht zwischen dem 23. und 27.04.2020 abgegeben haben.

 

Die Ergebnisse samt einer kurzen Erklärung der Methodik stehen hier kostenlos zum Download zur Verfügung. 

Für weitere Informationen zur Methodik von Wahlumfragen bei YouGov klicken Sie bitte hier.

Informationen zu häufig gestellten Fragen zum Thema Wahlforschung finden Sie  hier.

Foto: dpa

 

 

 

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