Die Behandlungsmöglichkeiten gegen Krebs in Deutschland werden mehrheitlich als gut eingeschätzt

Die Behandlungsmöglichkeiten gegen Krebs in Deutschland werden mehrheitlich als gut eingeschätzt

Anlässlich des jährlichen Weltkrebstages am 4. Februar hat eine YouGov-Umfrage die Deutschen zu Vorsorgeoptionen und Behandlungsmöglichkeiten von Krebserkrankungen befragt.

Unabhängig von der Erfahrung in diesem Bereich, würden 39 Prozent der Deutschen die Behandlungsmöglichkeiten gegen Krebserkrankungen als gut einschätzen. 30 Prozent halten sie für mittelmäßig, 8 Prozent für schlecht. 9 Prozent der Befragten würden eine Behandlung gegen eine Krebserkrankung in einem anderen Land in Erwägung ziehen, wenn dort eine neuartigere und vielversprechendere Behandlung als in Deutschland angeboten wird, 14 Prozent würden diese Möglichkeit wahrscheinlich wahrnehmen, 30 Prozent vielleicht. Ein Fünftel (19 Prozent) der Befragten zieht diese Option nicht in Erwägung.

So schätzen die Deutschen die Behandlungsmethoden gegen Krebs ein

Besonders die jungen Deutschen halten die Vorsorgeinformationen durch Ärzte und Krankenkassen für nicht ausreichend

27 Prozent der Deutschen fühlen sich von den Krankenkassen ausreichend über ihre Krebsvorsorgeoptionen informiert, 47 Prozent tun dies nicht. Die Meinung der Befragten zu Präventionsinformationen durch Ärzte halten sich hierbei die Waage: Sie werden zu 39 Prozent als ausreichend eingeschätzt, zu 36 Prozent als nicht ausreichend. Vor allem die Jüngeren zwischen 25 und 34 Jahren (53 Prozent) fühlen sich durch Krankenkassen nicht ausreichend zu ihren Krebsvorsorgeoptionen beraten. Bei den Deutschen ab 55 Jahren sagen dies vier von zehn Befragten (41 Prozent). 37 Prozent der letztgenannten Altersgruppe bestätigt eine ausreichende Information durch die Krankenkassen (vs. 14 Prozent der 18- bis 34-Jährigen). Der Präventionsberatung durch Ärzte bescheinigen die 18- bis 24-Jährigen zu 17 Prozent eine ausreichende Informationsgabe (vs. 53 Prozent der Befragten ab 55 Jahren). 47 Prozent der jungen Deutschen wiederum fühlen sich durch Ärzte nicht ausreichend informiert (vs. 27 Prozent derjenigen ab 55 Jahren).

Wie gut informieren Krankenkassen über Krebsvorsorgeoptionen?

Hautkrebsvorsorge ist die am häufigsten genutzte Krebsvorsorge

55 Prozent der befragten Frauen und Männer nutzen die Möglichkeiten der Hautkrebsvorsorge, 47 Prozent der Darmkrebsvorsorge. Die letztgenannte wird von Männern häufiger (64 Prozent) genutzt als von Frauen (36 Prozent). Drei Viertel (75 Prozent) der befragten Frauen nutzen die Mammografie als Präventionsmaßnahme für Brustkrebs. Die Gebärmutterhalskrebsvorsorge wird von zwei Dritteln (65 Prozent) der befragten Frauen wahrgenommen. Bei den Männern wird die Prostatakrebsvorsorge zu 64 Prozent genutzt.

Drei Viertel der Deutschen sehen in Krebserkrankungen kein Tabu-Thema

72 Prozent der Gesamtbevölkerung sind der Ansicht, dass Krebs in der Gesellschaft kein Tabu-Thema ist. Jeder Fünfte (21 Prozent) ist nicht dieser Ansicht. Die Befragten ab 55 Jahren sehen es eher als ein Tabuthema (21 Prozent) als die Befragten im Alter von 25 bis 34 Jahren (14 Prozent). Erektionsstörungen (75 Prozent), Inkontinenz (72 Prozent), AIDS und psychische Erkrankungen (jeweils 65 Prozent) sind die größten Krankheits-Tabuthemen der Deutschen.

Diese Krankheiten sind die größten Tabu Themen

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 2.071 Personen zwischen dem 27. und 29.01.2020 mittels standardisierter Online-Interviews befragt. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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