Black Friday 2018: So sehen die deutschen Schnäppchenjäger aus

Black Friday 2018: So sehen die deutschen Schnäppchenjäger aus
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Eine aktuelle YouGov Analyse zeigt, welche Unternehmen sich dieses Jahr besonders auf Black Friday und Cyber Monday freuen können.

Shoppings-Fans fiebern auf den für sie wichtigsten Tag des Jahres zu: Am 23. November ist Black Friday. Kennt man aus den USA Bilder von campierenden Shoppern, Schlangen, die hunderte Meter weit reichen oder sogar Raufereien in den Läden, geht es in Deutschland zu den Aktionstagen deutlich ruhiger zu. Dennoch sind Black Friday und Cyber Monday auch für den Einzelhandel in Deutschland ein wichtiges Ereignis. Das zeigen aktuelle, mit dem Zielgruppensegmentierungstool Profiles erhobene, YouGov-Daten.

Die jährlichen Rabattaktionen genießen eine hohe Bekanntheit in der Bevölkerung: 94 Prozent der Deutschen haben bereits von Black Friday gehört, 86 Prozent von Cyber Monday. In 2017 machten 28 Prozent beim Online-Shopping von den Rabatten Gebrauch, etwa jeder Zehnte (12 Prozent) nutzte die Aktionen beim Einkauf vor Ort. Und ein Drittel (33 Prozent) hat sich Black Friday/Cyber Monday zum Anlass genommen, sich über Produkte zu informieren, ohne etwas zu kaufen (26 Prozent online, 7 Prozent im Geschäft). Fazit: Auch, wenn man als Einzelhändler von den Aktionstagen nicht unmittelbar profitiert, sind sie eine gute Gelegenheit, sich bei den Kunden kurz vor der Weihnachtszeit nochmal in Erinnerung zu rufen. Doch für welche Retailer lohnt sich Black Friday ganz besonders?

Amazon und H&M sind die Black-Friday-Gewinner 2017

Ein Blick auf das Zielgruppen-Analyse-Tool YouGov Profiles zeigt, dass letztes Jahr online vor allem Amazon der große Gewinner war: die Hälfte derer, die 2017 eine Sonderaktion zum Black Friday/Cyber Monday genutzt haben, hat etwas bei dem Onlinehändler gekauft (51 Prozent). Jeder Zehnte hat etwas beim Online-Marktplatz eBay bestellt (10 Prozent), bei Zalando und dem Online-Shop von H&M haben jeweils 7 Prozent eingekauft. In den Filialen der Einzelhändler hingegen konnten vor allem MediaMarkt (8 Prozent), sowie Saturn, Galeria Kaufhof und abermals H&M (jeweils 6 Prozent) punkten. Es ist also keine Überraschung, dass vor allem Kleidung und Schuhe die Kassenschläger waren: Ein Drittel der Black Friday-Käufer (35 Prozent) hat die Rabatte hierfür genutzt. Pflege- und Kosmetikprodukte waren ebenfalls beliebt (15 Prozent), sowie Video-/Computerspiele und Filme oder Musik (jeweils 11 Prozent).

Interessant ist aber auch ein Blick auf die Marken, die zwar letztes Jahr nicht zu den Top Black Friday-Profiteuren gehörten, bei denen sich die Schnäppchenjäger aber im Vergleich zur Gesamtbevölkerung prinzipiell häufiger vorstellen können, einzukaufen. Etwa bei ASOS.com (9 vs. 4 Prozent der Bevölkerung), Abercrombie & Fitch (7 vs. 3 Prozent), Nike (33 vs. 26 Prozent), oder ABOUT YOU (10 vs. 6 Prozent). Die Schnäppchenjäger haben ebenfalls IKEA (33 vs. 23 Prozent) und Douglas (12 vs. 8 Prozent) häufiger im Relevant Set. Für diese Marken und Retailer lohnt es sich besonders, die Black Friday-Zielgruppe gezielt anzusprechen. 

Black Friday-Käufer im Profil

Black Friday-Käufer sind jünger und verdienen mehr als die Gesamtbevölkerung: Ein Drittel (32 Prozent) ist zwischen 18 und 29 Jahren alt (vs. 17 Prozent der Gesamtbevölkerung) und 37 Prozent verfügen über ein Haushaltseinkommen von mehr als 3000 Euro im Monat (vs. 29 Prozent). Die Zielgruppe ist digital unterwegs und ist im Vergleich häufiger über Online-Kanäle erreichbar: Ein Viertel der Befragten (24 Prozent) sagt, dass sie mit einer Werbekampagne am ehesten online zu erreichen sind (vs. 18 Prozent der Bevölkerung). Doch sie schenken auch traditionellen Kanälen wie Fernseh- oder Radiowerbung (24 Prozent und 8 Prozent) Aufmerksamkeit. Black Friday-Käufer haben auch ein höheres Interesse an Mode (57 Prozent vs. 43 Prozent der Bevölkerung), und folgen häufiger einem Modeblog (15 vs. 9 Prozent). Zudem legt die Zielgruppe Wert auf Komfort: Über die Hälfte (53 Prozent) kauft generell lieber online als im Geschäft vor Ort ein, und sie lassen sich häufiger Pakete an Abholstationen liefern (46 Prozent vs. 35 Prozent der Bevölkerung).

Diese Zielgruppe genau zu kennen ist für eine erfolgreiche Black Friday-Aktion unabdingbar und hilft Marken und Einzelhändlern dabei, ihre Marketing-Kampagnen zielgerichteter zu gestalten. Doch nicht nur zum Black Friday lohnt sich eine passgenaue Zielgruppenansprache, denn das nächste Kaufereignis steht bereits vor der Tür: Weihnachten.

Eine Zusammenfassung unserer Ergebnisse können Sie sich hier kostenlos herunterladen.

Für diese Analyse haben wir 2.857 Befragte, die 2017 Black Friday oder Cyber Monday Sonderaktionen beim Online-Shopping oder beim Einkauf vor Ort genutzt haben, mit der Gesamtbevölkerung verglichen. Die mit dem Connected-Data-Analyse-Tool YouGov Profiles analysierten Daten stammen aus einem wöchentlich aktualisierten, bevölkerungsrepräsentativ gewichteten Datensatz aus den letzten 12 Monaten (Stand: 14.10.2018). Mehr darüber finden Sie hier.

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