Trumps Jerusalem-Entscheidung: Großteil der Deutschen befürchtet negative Auswirkungen

Trumps Jerusalem-Entscheidung: Großteil der Deutschen befürchtet negative Auswirkungen
Von

Donald Trumps Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels wird sich nach Ansicht der Deutschen deutlich negativ auf die Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina auswirken.  

Am Mittwochabend hat US-Präsident Donald Trump erstmalig Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt und will die amerikanische Botschaft von Tel Aviv dorthin verlegen. Innerhalb des Nahost-Konflikts ist der Status Jerusalems immer einer der heikelsten Punkte gewesen. Daher ist die Kritik zum Einem von Vertretern der palästinischen Seite scharf, aber auch deutsche Politiker sorgen sich, dass es zu herben Rückschlägen bei den Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina kommen wird. Auch die Deutschen sehen Trumps Entscheidung als negativen Einfluss auf den Frieden in Nahost, das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage.

Einfluss auf Friedenverhandlungen zwischen Israel und Palästina

Ein Großteil (68 Prozent) befürchtet negative Auswirkungen, 38 Prozent sgoar sehr negative. Nur jeder Zwanzigste (5 Prozent) glaubt an positive Effekte. Knapp jeder Zwölfte sieht keine Auswirkungen. Ein Fünftel der Befragten (19 Prozent) will oder kann keine Meinung zu dem vielschichtigen Thema äußern. Seit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 gab es immer wieder Kriege und Konflikte. Aufgrund dieser historischen Komplexität scheinen vor allem die jüngeren Generationen unsicher bei einem Urteil – bei den 18- bis 24-Jährigen ist es gut jeder Vierte (28 Prozent sagen „Weiß nicht“). Im Vergleich dazu traut sich von den Menschen über 55 Jahren nur jeder Zehnte (11 Prozent) kein Urteil zu. Jedoch ist es auch besonders diese Gruppe, die negativen Auswirkungen auf die Friedensverhandlungen vermutet (81 Prozent).

Anerkennung Jerusalem durch Deutschland

Ebenfalls deutlich sind diese Tendenzen bei der Frage zu erkennen, ob Deutschland Jerusalem auch als Hauptstadt Israels anerkennen sollte. Hier ist gut die Hälfte (53 Prozent) der Befragten dagegen. 17 Prozent stimmen dafür und ein Drittel (30 Prozent) enthält sich der Entscheidung. Auch hier sind es die über 55-Jährigen, die besonders deutlich Stellung beziehen (64 Prozent sind gegen die Anerkennung Jerusalems als Hautstadt). Auch scheinen sich die Männer im Vergleich zu den Frauen fast doppelt so häufig ein Urteil zuzutrauen („Weiß nicht“-Angaben bei Frauen: 39 Prozent und bei Männern: 21 Prozent).

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1699 Personen ab 18 Jahren am 07.12.2017 repräsentativ befragt.

Foto: Getty / stellalevi

Bitte lesen Sie unsere Community-Regeln, bevor Sie posten.