Franzosen und Norweger schreiten am ehesten bei Müll auf der Straße ein

Franzosen und Norweger schreiten am ehesten bei Müll auf der Straße ein
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Eine Umfrage in sieben europäischen Ländern zeigt, wie die jeweiligen Nationen auf Menschen reagieren, die ihren Müll einfach auf die Straße werfen.

Dass es nicht richtig ist, Abfall auf die Straße zu werfen, darüber sind sich die Befragten der sieben europäischen Länder einig. Doch die Reaktionen der jeweiligen Nationen fallen unterschiedlich aus, dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen YouGov-Umfrage.

Am aktivsten gehen die Franzosen und Norweger (58 Prozent) vor, wenn sie jemanden dabei beobachten, der Müll fallen lässt. Entweder heben sie ihn selber auf (18 bzw. 14 Prozent), zeigen ihr Missfallen durch eine Reaktion wie Seufzen (18 bzw. 31 Prozent) oder fordern die Person auf, den Müll aufzuheben (22 bzw. 13 Prozent). Auch 57 Prozent der Deutschen lehnen rücksichtslose Müllentsorgung auf der Straße nicht nur ab, sondern reagieren auf die ein oder andere Weise.

Finnen reagieren am wenigsten

Am wenigsten Reaktionen gibt es von den Finnen, hier sind es nur zwei von fünf Befragten (42 Prozent), die nicht still dabei zusehen, wie jemand anderes Müll auf die Straße wirft. Außerdem sagen sogar 5 Prozent, dass es ihnen gänzlich egal sei.

Ob jedoch etwas gesagt wird oder nicht, ist laut den Befragten auch situationsabhängig. In einer offenen Nennung konnten die Befragten sonstige Reaktionen beschreiben. Ein Befragter argumentiert, dass es ein Unterschied sei, ein Kind zurechtzuweisen oder sich mit einer stärkeren Person oder gar einer Gruppe anzulegen.

Trotz unterschiedlicher Reaktionen sind sich die sieben europäischen Ländern jedoch sehr einig, dass Müll nicht einfach auf die Straße geschmissen gehört.

Für den aktuellen YouGov Eurotrack wurden insgesamt 8.240 Personen vom 26. September bis zum 2. Oktober 2017 repräsentativ befragt: 1645 Briten, 2045Deutsche, 1002 Franzosen, 1184 Dänen, 1126 Schweden, 1013 Finnen und 467 Norweger. In Deutschland wurde die Befragung auf Basis des YouGov Omnibus durchgeführt.

Bild:dpa

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