Tag des Briefeschreibens: 60 Prozent schreiben persönliche Briefe

Tag des Briefeschreibens: 60 Prozent schreiben persönliche Briefe
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Besonders häufig schreiben die Deutschen zu Geburtstagen, bei Trauerfällen oder an Feiertagen persönliche Briefe. 

Wenn es um die Wertigkeit von persönlichen Briefen geht, sind sich die Deutschen einig: 84 Prozent haben das Gefühl, dass sich der Verfasser bei diesen besondere Mühe gemacht hat. Zum heutigen Welttag des Briefeschreibens hat YouGov in Zusammenarbeit mit Statista die Deutschen nach ihren Erfahrungen mit persönlichen Briefen befragt.

Drei von fünf Befragten geben an, dass sie zumindest gelegentlich persönliche Briefe schreiben. Besonders die älteren Generationen ab 50  und 60 Jahren (65 bzw. 67 Prozent) greifen häufiger mal zu Stift und Briefpapier. Auch sind Frauen (63 Prozent) im Vergleich zu Männern (63 Prozent) schreibfreudiger.

Ein Viertel schreibt Liebesbriefe, jeder Fünfte pflegt Brieffreundschaften

Besonders häufig wird anlässlich von Geburtstagen (55 Prozent) ein persönlicher Brief geschrieben. Auch Trauerfälle (40 Prozent) und Feiertage, wie Ostern oder Weihnachten, sind viel genannte Gründe. Ein Viertel (24 Prozent) der Briefeschreiber hat außerdem einen persönlichen Brief genutzt, um einem anderen Menschen seine Liebe auszudrücken. Liebesbriefe sind besonders bei den 30-bis 39-Jährigen beliebt (33 Prozent).

Aus welchen Anlässen die Deutschen Briefe schreiben

Immerhin knapp jeder fünfte (18 Prozent) Briefeschreibende pflegt eine Brieffreundschaft. Weitere Gründe für das Verfassen von Briefen sind Geburten (29 Prozent), persönliche Festtage (23 Prozent) und Konfirmationen oder Kommunionen (22 Prozent). 24 Prozent geben außerdem an, persönliche Briefe einfach mal so zu schreiben.

Unschlüssigkeit, ob handgeschriebene Briefe durch Digitalisierung überflüssig sind

In einer digitalisierten Welt, in der Ströme an Textnachrichten und E-Mails von Smartphone zu Smartphone geschickt werden, sind handgeschriebene Briefe überflüssig geworden, würde man meinen. Die Befragten sind sich unschlüssig. 48 Prozent sind nicht dieser Meinung, 45 Prozent sind es. Auch bei dem Thema Nachhaltigkeit scheiden sich die Geister: 40 Prozent sind nicht der Meinung, dass es umweltfreundlicher ist, keine Briefe mehr zu schreiben, egal ob persönlich oder geschäftlich. 52 Prozent sind gegenteiliger Ansicht.

Aussagen über persönliche Briefe

Einiger sind sich die Deutschen dabei, dass eine persönliche E-Mail genauso wertig sein kann, wie ein handgeschriebener Brief, denn es käme schließlich auf den Inhalt an, nicht auf die Form (67 Prozent). 27 Prozent sehen das gegenteilig.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1023 Personen ab 18 Jahren vom 25.-29.08.2017 repräsentativ befragt.

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