Helmut Kohl: Mehr als die Hälfte hält europäischen Staatsakt für angemessen

Helmut Kohl: Mehr als die Hälfte hält europäischen Staatsakt für angemessen
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46 Prozent finden, dass Kohl als Kanzler positive Auswirkungen für Deutschland hatte.

Europäischer StaatsaktAm Freitag, den 16.06.2017 ist der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) mit 87 Jahren gestorben. Er geht als Kanzler der Wiedervereinigung Deutschlands und der Integration Europas in die Geschichte ein. Aufgrund dieser Verdienste hat die Europäische Union Kohl als ersten Politiker in der Geschichte mit einem europäischen Staatsakt ehren. 57 Prozent der Deutschen halten diese Ehrung für angemessen, das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen YouGov-Umfrage.

Helmut Kohls KanzlerschaftKnapp jeder Dritte (32 Prozent) jedoch hält den Staatsakt für übertrieben. Vor allem die Befragten zwischen 50 und 59 Jahren (40 Prozent) und diejenigen, die zur Bundestagwahl 2013 die SPD gewählt hatten (40 Prozent).

Dass Helmut Kohl als Kanzler nicht unumstritten war, zeigen auch die Einschätzungen der Befragten zu den Auswirkungen seiner Kanzlerschaft. 46 Prozent finden, dass Kohl als Kanzler positive Auswirkungen für Deutschland hatte. Ein Drittel (34 Prozent) findet, dass sich positive und negative Auswirkungen aufwiegen. Und jeder Zehnte (11 Prozent) sieht negative Auswirkungen.

Beliebtheit als KanzlerBesonders die Befragten, die 2013 die CDU wählten (68 Prozent) betonen die positiven Aspekte von Kohls Kanzlerschaft, gefolgt von den Befragten, die aus Ostdeutschland kommen (53 Prozent). Diese beiden Subgruppen sind es auch, die Kohl als Kanzler besonders schätzten (Befragte aus Ostdeutschland: 54 Prozent und CDU-Wähler: 66 Prozent).

Insgesamt haben 45 Prozent der Deutschen Kohl als Bundeskanzler geschätzt. Knapp jeder Dritte (29 Prozent) hat ihn nicht geschätzt. 16 Prozent gaben außerdem an, dass sie noch zu jung waren und Kohls Kanzlerschaft nicht bewusst mitbekommen haben.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1003 Personen in Deutschland ab 18 Jahren zwischen dem 20.-23.06. 2017 repräsentativ befragt.

Bild: dpa

 

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