Jeder fünfte Deutsche leidet oder litt an einer psychischen Erkrankung

Jeder fünfte Deutsche leidet oder litt an einer psychischen Erkrankung
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Besonders häufig leiden in Deutschland lebende Menschen unter Depression, Angst und dem Burnout-Syndrom. Aufgrund der hohen Nachfrage an psychologischer Beratung könnten Online-Angebote die Therapiemöglichkeiten bereichern.

Seelische Erkrankungen sind genauso ernst zu nehmen, wie körperliche. Auch der Weltgesundheitstag Anfang April 2017 befasste sich mit einer der weitverbreitetsten psychischen Erkrankungen, der Depression. In einer aktuellen YouGov-Umfrage geben 21 Prozent der Deutschen an, dass sie an einer diagnostizierten psychischen Erkrankung leiden oder gelitten haben.

Menschen, die eine Diagnose für eine psychische Erkrankung erhalten haben

Die 21 Prozent setzen sich zusammen aus 13 Prozent der Befragten, bei denen eine psychische Erkrankung diagnostiziert wurde und 8 Prozent, die an einer psychischen Erkrankung gelitten haben, die diagnostiziert wurde. Außerdem gibt jeder Viertzehnte an (7 Prozent), an psychischen Problemen zu leiden oder gelitten zu haben, die nicht diagnostiziert wurden. 67 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen gaben an, nicht an einer psychischen Erkrankung zu leiden oder gelitten zu haben. 5 Prozent machten keine Angabe.

Depression als häufigste psychische Erkrankung

Im Vergleich leiden oder litten die befragten Frauen häufiger als Männer an einer psychischen Krankheit, zu der es eine Diagnose gibt. Bei den weiblichen Befragten ist es knapp jede Vierte, bei den männlichen Befragten knapp jeder Fünfte bis Sechste.

Arten von psychischen ErkrankungenDie mit Abstand am häufigsten angegebene Krankheit ist die Depression. Drei von vier an einer diagnostizierten psychischen Erkrankung leidenden Befragten gaben dies an (76 Prozent). 30 Prozent gaben an, Angst diagnostiziert bekommen zu haben, 18 Prozent das Burnout-Syndrom.

Digitale Beratungsmöglichkeiten

Vor allem die sieben Prozent der Befragten, die an psychischen Problemen leiden oder gelitten haben, die nicht diagnostiziert wurden, zeigen, dass ein erhöhtes Angebot an Beratungsangeboten sinnvoll wäre. Viele Betroffene warten lange auf Termine oder können ihre Scham nicht überwinden, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Angebote für psychologische Beratung über verschiedene digitale Kanäle könnten als Ergänzung genutzt werden. Dabei würden sich die Befragten besonders über das Videogespräch (12 Prozent) beispielsweise Skype und Emails (10) beraten lassen. 8 Prozent gaben an, dass sie spezielle Beratungs-Apps oder Chatgespräche nutzen würden.

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