56 Prozent gegen Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2030, Grünen-Wähler dafür

56 Prozent gegen Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2030, Grünen-Wähler dafür
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Aktuell gibt es in der Bevölkerung mehrheitlich keine Zustimmung zu Vorschlägen von Bundesrat und Grünen, aber es gibt auch Befürworter.

Seit am Wochenende bekannt geworden ist, dass der Bundesrat in einem Beschluss von Ende September fordert, dass ab 2030 keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden sollen, läuft die Debatte. Ist der Vorschlag unrealistisch, wie Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) findet? Oder sind effiziente und umweltfreundliche Verbrennungsmotoren eine wichtige Übergangstechnologie auf dem Weg zu umweltfreundlicher Elektromobilität, wie der ADAC meint? Oder muss, wer den Klimaschutz ernst nehmen will, zu dieser Maßnahme greifen, wie die Grünen sagen?

Aktuell jedenfalls lehnen die Deutschen die Nicht-Zulassung neuer Verbrennungsmotoren ab 2030 mehrheitlich ab, wie eine YouGov-Umfrage zeigt. Ein knappes Drittel (31 Prozent) stimmt der Maßnahme jedoch zu.

In den letzten zwei Tagen haben sich zahlreiche Politiker und Verbände zur Maßnahme geäußert. Vorher war der Vorschlag lediglich von den Grünen vertreten worden, deswegen haben wir die Deutschen schon letzte Woche dazu befragt. Neben mehrheitlicher Ablehnung bei allen Befragten zeigt die Umfrage auch, dass Grünen-Wähler dem Vorschlag mehrheitlich zustimmen (54 Prozent). Vor allem die Wähler der SPD lehnen sie ab (69 Prozent).

Ein interessantes Detail am Rande: Männer sind deutlich gespaltener, was die Frage angeht. Es gibt mehr entschiedene männliche als weibliche Gegner der Maßnahme, die den Vorschlag voll und ganz ablehnen (35 Prozent zu 25 Prozent). Diesen Fans des röhrenden Verbrennungsmotors steht aber eine ökologisch bewusste Gruppe gegenüber. Es gibt deutlich mehr enthusiastische Zustimmung zum Vorschlag von Bundesrat und Grünen unter Männern. 15 Prozent der Männer, aber nur 8 Prozent der Frauen befürworten die Maßnahme voll und ganz.

Ohnehin weist der Verband der Automobilindustrie (VDA) daraufhin, dass der Bundesrat in dem Beschluss lediglich eine europäische Harmonisierung von mobilitäts-relevanten Steuern fordere. In dem Beschluss des Bundesrates vom 23. September wird die europäische Kommission aber auch aufgefordert „Vorschläge“ zu erarbeiten, damit „spätestens ab dem Jahr 2030 unionsweit nur noch emissionsfreie PKW zugelassen werden“.

Foto: Pexels.com

 

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