Jeder Dritte beobachtet heimlich seine Nachbarn

Jeder Dritte beobachtet heimlich seine Nachbarn
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Auch viele Städter wissen gerne, was die Leute nebenan so treiben – und fühlen sich umgekehrt von ihnen beobachtet.

Herr Müller nebenan hat ein neues Auto, Frau Meier einen neuen Freund. Und die Kinder von Familie Schmidt spielen für ihr Alter schon ziemlich gut Klavier: Bei den Nachbarn ist immer etwas los. Und das interessiert nicht wenige Deutsche, wie auch eine aktuelle YouGov-Umfrage zeigt.

Demnach gibt etwa jeder dritte Befragte (31 Prozent) an, zumindest hin und wieder heimlich zu beobachten, was die Nachbarn zum Beispiel im Garten oder auf dem Balkon so treiben. 66 Prozent weisen das von sich. Während das Alter dabei nur eine untergeordnete Rolle spielt, scheinen Frauen signifikant neugieriger zu sein als Männer: Von den weiblichen Befragten sagen 34 Prozent, sie beobachten heimlich ihre Nachbarn, von den männlichen 28 Prozent.

Umgekehrt fühlen sich die Frauen allerdings auch häufiger beobachtet als die Männer (44 zu 34 Prozent). Insgesamt 39 Prozent aller Befragten geben an, zumindest hin und wieder die neugierigen Augen der Nachbarn zu fühlen, 56 Prozent tun dies nicht.

Auch das Wohnumfeld spielt dabei eine Rolle – allerdings eine kleinere, als man vielleicht erwartet hätte. So fühlen sich auf dem Land mit 45 Prozent zwar merklich mehr Menschen beobachtet als in der Stadt (36 Prozent), der Unterschied bei der Frage nach dem eigenen Beobachten (33 zu 28 Prozent) ist allerdings nicht einmal statistisch singinfikant.

In der Umfrage wurden auch einige Fragen aus dem letzten Jahr wiederholt. So kennen weiterhin 48 Prozent der Befragten alle ihre fünf am nächsten wohnenden Nachbarn. Und immerhin jeder Dritte (32 Prozent, 2015: 34 Prozent) würde mindestens einen Nachbarn als guten Freund bezeichnen.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1034 Personen im Zeitraum vom 22. bis 26. Juli 2016 repräsentativ befragt.

Foto: Michael Sohn/AP/Press Association Images

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