Viele müssen Pi nicht raten

Viele müssen Pi nicht raten
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Auch wenn Deutsch als das wichtigere Schulfach gilt: Fast jeder zweite kennt noch die ersten drei Ziffern der Kreiszahl Pi.

Für Mathenerds ist der heutige Freitag ein besonderer Tag. Weil 22 geteilt durch 7 eine ziemlich genaue Annäherung für die Kreiszahl Pi - also 3,14159265358979323846... - ergibt, feiern sie jedes Jahr am 22. Juli den „Pi Approximation Day“ (Pi-Annäherungs-Tag).

Die Zahl Pi ist vor allem deshalb für nicht wenige Menschen so interessant, weil sie unendlich viele Stellen hat – der aktuelle Weltrekordhalter kann davon die ersten etwa 70.000 auswendig. So Pi-sicher sind die meisten Deutschen vermutlich nicht. Doch unbekannt ist vielen die Kreiszahl nicht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage.

Demnach wissen insgesamt 57 Prozent der Deutschen, dass vor dem Komma eine Drei steht, 45 Prozent kennen sogar die ersten beiden Nachkommastellen Eins und Vier. Insgesamt gibt es dabei kaum Unterschiede zwischen den Altersgruppen, wohl aber zwischen Männern und Frauen: Von den männlichen Befragten konnten immerhin 54 Prozent die ersten drei Ziffern nennen, von den weiblichen mit 37 Prozent deutlich weniger.

Die Zahl Pi ist übrigens die Konstante, die das Verhältnis von Kreisumfang und Durchmesser angibt. Sprich: Hat ein Kreis einen Durchmesser von einem Meter, hat er einen Umfang von gut 3,14 Metern. Diese Defintion wählten in einer Multiple-Choice-Frage immerhin 38 Prozent der befragten aus, deutlich weniger tippten auf das Verhältnis von Kreisumfang zum Radius (19 Prozent) oder zum Verhältnis von Kreisdurchmesser und Radius (14 Prozent).

Praktische Anwendung findet die Kreiszahl vermutlich im alltäglichen Leben der wenigsten Menschen hierzulande – zumindest wissentlich. Denn zum Beispiel in der Kryptografie spielen die unendlich vielen Nachkommastellen der Zahl durchaus eine Rolle.

Gleiches gilt für die Mathematik insgesamt im Leben vieler Menschen. Denn von allen Schulfächern gilt „Mathe“ für immerhin 22 Prozent als das Wichtigste. Damit liegt es auf Platz zwei hinter Deutsch (38 Prozent), aber deutlich vor den Naturwissenschaften (9 Prozent) und Englisch (8 Prozent).

Darauf hatte schon im Frühjahr eine YouGov-Umfrage hingewiesen. Damals gab die überwiegende Mehrheit der Befragten an, den Mathematik-Stoff aus Grund- und weiterführender Schule mindestens manchmal nach der Schule genutzt zu haben.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 976 Personen im Zeitraum vom 15. bis 18. Juli 2016 repräsentativ befragt.

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