SPD-Wähler blicken pessimistisch auf Bundestagswahl 2017

SPD-Wähler blicken pessimistisch auf Bundestagswahl 2017
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Die Sozialdemokraten glauben kaum noch an einen Wahlsieg 2017 – und wenn, dann nur mit einem anderen Kanzlerkandidaten als Sigmar Gabriel.

Die Sozialdemokratie ist in der Krise. Zwar ist es in Deutschland noch nicht soweit wie in Österreich, wo der Bundeskanzler Werner Faymann in der vergangenen Woche seinen Hut nahm. Doch auch hierzulande wird immer wieder über einen Rücktritt des SPD-Chefs Sigmar Gabriel spekuliert. Denn die SPD steckt in einem massiven Umfragetief – und zwar schon länger.

Daran, dass nach der Bundestagswahl 2017 wieder ein Sozialdemokrat ins Kanzleramt einzieht, glaubt ohnehin kaum noch jemand. Und wenn jemand Chancen hätte, dann am ehesten Frank-Walter Steinmeier – da sind sich, das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage, SPD-Wähler und der Rest der Bevölkerung einig.

Demnach sagen 21 Prozent der Befragten und mit 24 Prozent kaum mehr SPD-Wähler, dass sie es für eher oder sehr wahrscheinlich halten, dass die SPD nach der Bundestagswahl den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin stellen wird. Das sind noch einmal weniger als im vergangenen Juli, als die Frage schon einmal gestellt wurde. Damals hatten noch 25 Prozent der Befragten bzw. 27 Prozent der SPD-Wähler an einen Wahlsieg geglaubt.

Auch wenn damals mit einem anderen Fragetext nach dem idealen Kanzlerkandidaten für die SPD gefragt wurde – weshalb die Ergebnisse nicht direkt vergleichbar sind – landen doch die gleichen beiden Politiker vor Sigmar Gabriel. 27 Prozent der SPD-Wähler sagen, dass die Partei am ehesten mit Frank-Walter Steinmeier eine Chance auf das Kanzleramt hätte, 14 Prozent sagen dies über Hannelore Kraft. Der Parteivorsitzende Gabriel erreicht nur 11 Prozent, wenig mehr als Europapolitiker Martin Schulz, der ebenfalls immer wieder ins Gespräch gebracht wird.

Allerdings: 18 Prozent der SPD-Wähler – und 29 Prozent aller Befragten – sagen, das kein Politiker und keine Politikerin der Sozialdemokraten eine Chance hat, Angela Merkel zu schlagen.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 2014 Personen im Zeitraum vom 9. bis 11. Mai 2016 repräsentativ befragt.

Foto: Markus Schreiber/AP/Press Association Images

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