Barack Obama: Gutes Zeugnis aus Deutschland

Barack Obama: Gutes Zeugnis aus Deutschland
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Die Amtszeit von Barack Obama endet in wenigen Monaten. Zumindest die Deutschen bescheinigen ihm gute Arbeit – und sehen eine Verbesserung der deutsch-amerikanischen Beziehungen.

Nicht alles, was er und seine Wähler – und vor allem die Fans außerhalb der USA – sich erhofft hatten, konnte Barack Obama in seiner Amtszeit erfüllen. Zwar stehen auf der einen Seite Erfolge vor allem im Verhältnis zu Kuba und Iran, auf der anderen Seite aber zum Beispiel die Situation im Nahen und Mittleren Osten.

Doch zumindest die Deutschen stellen Obama gegen Ende seiner Amtszeit ein gutes Zeugnis aus. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage. Demnach sagen 67 Prozent, die Präsidentschaft Obamas sei allgemein gut für die Welt gewesen, lediglich 19 Prozent sind anderer Meinung. Als gut für die USA bewerten die Präsidentschaft sogar 76 Prozent der Deutschen.

Auch der Ruf der USA hat sich nach Meinung Vieler in den vergangenen acht Jahren verbessert. Das sagen insgesamt 41 Prozent der Befragten – wobei viele davon nicht glauben, dass die Veränderung nachhaltig sei. 29 Prozent sehen keine Veränderung, 16 Prozent glauben, dass sich der Ruf der USA in der Welt verschlechtert hat.

Ganz ähnlich sieht es auch bei der Entwicklung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses aus: Auch hier würden deutlich mehr Befragte von einer Verbesserung (39 Prozent) sprechen als von einer Verschlechterung (14 Prozent). Ein Drittel der Befragten (34 Prozent) sieht allerdings gar keine Veränderung im Verhältnis zwischen der Bundesrepublik und den Vereinigten Staaten.

Im Rahmen seines Abschiedsbesuches in Deutschland hatte Obama am Montag die Hannover Messe besucht, deren Gastland die Vereinigten Staaten dieses Jahr sind. Dort hielt er auch eine vielbeachtete Rede, in der er unter anderem die EU als "eine der größten politischen Errungenschaften der Gegenwart" bezeichnete. Im Anschluss trafen er und Angela Merkel noch Frankreichs Präsident François Hollande, Italiens Regierungschef Matteo Renzi und Großbritanniens Premier David Cameron.

Bei der Wahl im Herbst steht Obama nicht mehr zur Wahl. Denn der US-Präsident darf sich nur einmal wiederwählen lassen, seine Amtszeit ist damit auf acht Jahre begrenzt; eine Regelung, die sich viele Menschen auch für Deutschland wünschen würden.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1199 Personen im Zeitraum vom 22. bis 26. April 2016 repräsentativ befragt. 

Foto: Michael Sohn/AP/Press Association Images

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