Mehr als die Hälfte hält Frankreich für wichtigsten europäischen Partner

Mehr als die Hälfte hält Frankreich für wichtigsten europäischen Partner
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Für die Mehrheit der Deutschen ist der westliche Nachbar Deutschlands wichtigster strategischer Partner in Europa. Russland landet abgeschlagen auf Platz zwei.

Vor mehr als fünfzig Jahren wurden aus „Erbfeinden“ Freunde. Seit den 60er-Jahren gilt die Beziehung von Frankreich und Deutschland als besonders gut. „Egal, was du entscheidest zu tun - ich werde da sein", sagte Angela Merkel zu Francois Hollande kurz nach den Anschlägen auf die Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo im Januar dieses Jahres. Ganz Ähnliches dürfte auch nach den neuerlichen Anschlägen im November gesagt worden sein.

Und auch für die Mehrheit der Deutschen ist – wie schon in der Vergangenheit – Frankreich der mit großem Abstand wichtigste strategische Partner der Bundesrepublik in Europa. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage. Demnach sagen 52 Prozent der Befragten, Frankreich sei der wichtigste Partner an der Seite Deutschlands, auf Platz zwei folgt mit 7 Prozent Russland, Platz 3 geht an Großbritannien (4 Prozent).

Der westliche Nachbar ist zwar für alle Bevölkerungs- und Altersgruppen mit Abstand der wichtigste Partner, dieser Abstand variiert allerdings beträchtlich: So sagt nur jeder dritte 18- bis 24-Jährige, Frankreich sei der wichtigste Partner, 10 Prozent von ihnen halten Russland für wichtiger. Von den Über-55-Jährigen hingegen sagen zwei von drei Befragten (67 Prozent), Frankreich sei am wichtigsten und nur 5 Prozent Russland.

Auch in den USA ergab eine YouGov-Umfrage kürzlich ein sehr Frankreich-freundliches Bild. Im Gegensatz zu vor fünf Jahren hält eine Mehrheit der Amerikaner die Franzosen nun für Verbündete.

Allerdings ist unklar, wie sich hierzulande die Stimmung ändern wird. Schließlich gab es bei den französischen Regionalwahlen am Wochenende einen Rechtsruck: Die Front National erreichte die meisten Stimmen

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden in Deutschland 1128 Personen im Zeitraum vom 1. bis 4. Dezember 2015 repräsentativ befragt.

Foto: FRANCOIS PAULETTO/NEWZULU/PA Images

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