Deutsche räumen UN-Zielen geringe Realisierungschancen ein

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Die Mehrheit glaubt nicht, dass die neuen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen erreicht werden können.

17 Ziele haben die Vereinten Nationen sich für die kommenden 15 Jahre gesetzt. Diese wurden in der vergangenen Woche auf dem größten UN-Gipfel aller Zeiten beschlossen. Die sogenannten „Ziele für eine nachhaltige Entwicklung“ folgen auf die „Milleniumsziele“, die sich die UN im Jahr 2000 gesetzt hatten – und die nur zum Teil erreicht wurden.

In den Augen eines Großteils der Deutschen könnte dies auch den neuen Zielen blühen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage, in der die Befragten gebeten wurden, für einige der Ziele anzugeben, für wie wahrscheinlich sie die Erfüllung halten.

Bei keinem der abgefragten Ziele sagte demnach die Mehrheit der Befragten, dass ein Erreichen „sehr“ oder „eher wahrscheinlich“ sei. „Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen“ sehen immerhin noch 28 Prozent der Befragten erreichbar, ebenso die „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle“. Armut (10 Prozent) und Hunger (14 Prozent) zu besiegen traut hingegen kaum jemand den Vereinten Nationen zu.

Auffällig ist insgesamt, dass junge Menschen sehr viel optimistischer sind als ältere. So hält immerhin jeder fünfte 18- bis 24-Jährige (21 Prozent) einen Sieg über den Hunger für möglich, aber nur halb so viele Über-55-Jährige (10 Prozent). Und dass eine Gleichberechtigung der Geschlechter machbar ist, halten sogar etwas mehr junge Leute für wahrscheinlich (49 Prozent) als unwahrscheinlich (47 Prozent) – bei den Befragten über 55 ist das Urteil hingegen deutlich (20 Prozent wahrscheinlich, 75 Prozent unwahrscheinlich).

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden in Deutschland 1173 Personen im Zeitraum vom 29. September bis 2. Oktober 2015 repräsentativ befragt.

Foto: Mary Altaffer/AP/Press Association Images

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