VW: Diesel-Skandal lässt Markenimage einbrechen

VW: Diesel-Skandal lässt Markenimage einbrechen
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Das Image von Deutschlands größtem Autobauer ist nach dem Abgasskandal eingebrochen. Das zeigt der YouGov-BrandIndex.

Mithilfe einer illegalen Software hat Volkswagen die Abgasprüfungen bei seinen Dieselfahrzeugen manipuliert. Wie der Konzern eingeräumt hat, registriert die Motorsoftware von Millionen Autos, wenn diese auf dem Prüfstand stehen – und hält dort die Abgaswerte künstlich niedrig. Nach Bekanntwerden der Manipulationen mussten mehrere Manager, darunter der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn, gehen. Der Aktienkurs brach um bis zu 40 Prozent ein.

Auch das Markenimage von Deutschlands größtem Autokonzern ist in der vergangenen Woche eingebrochen. Das zeigt ein Blick auf den YouGov-BrandIndex, in dem täglich rund 2.000 repräsentativ ausgewählte Verbraucher zur Wahrnehmung von mehr als 700 Marken verschiedenster Branchen befragt werden.

Während VW im August noch durchschnittlich gut 40 Punkte erreichte, liegt der Hersteller von Golf, Passat und Co. mittlerweile bei nur noch 9,0 Punkten – und damit auf einem Niveau mit Smart (8,8 Punkte).

Auch bei der Konzerntochter Audi sind mittlerweile Manipulationen bekannt geworden. Und schon davor war auch bei den Ingolstädtern das Markenimage gesunken. Von ebenfalls rund 40 Punkten im August-Durchschnitt ging es runter auf derzeit 29,5 Punkte.

Noch keine klare Tendenz - wohl aber eine leichte Schwäche - erkennbar ist hingegen bei anderen Autoherstellern wie BMW, das im August durchschnittlich gut 34 Punkte erreichte und derzeit bei 31,5 Punkten liegt, während Ford und Opel stabil bleiben. Und auch bei Seat, wie Audi eine VW-Tochter, hält sich der Imageverlust derzeit noch in Grenzen.

Seinen Anfang hatte der Skandal vor gut einer Woche in den USA genommen. Auch dort zeigen BrandIndex-Zahlen, dass die Manipulationen von den Verbrauchern wahrgenommen und mit der Marke VW in Verbindung gebracht werden.

Weiterlesen: Zur Krise bei Volkswagen hat YouGov-Vorstand Holger Geißler der Wirtschaftswoche ein Interview gegeben.

Foto: John Stillwell/PA Wire/Press Association Images

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