Hitze sorgt für schlechte Laune - aber nur bei den anderen

Hitze sorgt für schlechte Laune - aber nur bei den anderen
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Temperaturen von über 30 Grad machen vielen Deutschen zu schaffen. Aber schlechte Laune aufgrund der Hitze stellen sie nur bei anderen fest – nicht bei sich selbst.

Eine neue Hitzewelle hat Teile von Deutschland im Griff. Noch diese Woche könnten im Südosten des Landes die 40 Grad Celsius geknackt werden. Vielen Deutschen ist das zu heiß. Eine YouGov-Umfrage im Juni hatte ergeben, dass sich die Deutschen im Durchschnitt bei 23 Grad am wohlsten fühlen – und es ab 30 Grad zu heiß finden.

Wird es heißer, haben viele Deutsche gesundheitliche Probleme wie Übelkeit, starke Erschöpfung und Ähnliches – und den Eindruck, dass die anderen schlechtere Laune haben als sonst. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage, die während der letzten Hitzeperiode Anfang Juli durchgeführt wurde.

Demnach gab insgesamt gut die Hälfte der Befragten an, dass sie gesundheitliche Probleme bei zu großer Hitze haben. 11 Prozent haben starke Beschwerden, 43 Prozent leichte Probleme. Und ebenso viele geben an, keine gesundheitlichen Beschwerden zu haben, wenn es heiß ist.

Besonders interessant: Während etwa gleich viele Befragte angeben, dass sie während der Juli-Hitzewelle bessere Laune (24 Prozent) hatten wie schlechtere Laune (26 Prozent), haben sie von ihrer Umgebung einen anderen Eindruck. Denn bei anderen Menschen hatten nur 17 Prozent der Befragten den Eindruck, dass diese bessere Laune hätten, während gut doppelt so viele (36 Prozent) sagen, dass die Menschen in ihrer Umgebung während der besonders heißen Tage schlechter gelaunt waren als sonst.

Was aber tun die Menschen gegen die Hitze? Vier von fünf Befragten (80 Prozent) geben an, dass sie viel trinken – so, wie es Mediziner immer wieder empfehlen. Ebenfalls beliebt: regelmäßige kalte Duschen (34 Prozent), Ventilatoren (zu Hause: 33 Prozent, am Arbeitsplatz: 11 Prozent) und langsames Bewegen (46 Prozent). Und jeder Zehnte (10 Prozent) arbeitet weniger und geht dafür ins Schwimmbad oder an den Badesee.

Auf Basis des YouGov-Omnibus wurden 1355 Personen im Zeitraum vom 3. bis 7. Juli 2015 repräsentativ befragt.

Fotos: Markus Schreiber/AP/Press Association Images

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