Winter-WM: Deutsche sind uneins über Verlegung

Winter-WM: Deutsche sind uneins über Verlegung
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Wenn die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar in den Winter verlegt wird, wollen viele Deutsche trotzdem zuschauen. Aber nicht beim Public Viewing.

Der Ärger um die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 reißt nicht ab: Nach Korruptionsaffären und Menschenrechtsverletzungen im Gastgeberland sorgt nun der Plan der der Fifa, das Turnier in den November und Dezember zu verlegen, für Diskussionen.

Ginge es nach der deutschen Bevölkerung, sollte man das Turnier überhaupt nicht in Katar stattfinden lassen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage. Demnach sind sechs von zehn (59 Prozent) Deutschen dafür, dem Wüstenstaat das Turnier vollständig zu entziehen. Lediglich jeder Fünfte (21 Prozent) ist dagegen.

Zu diesem Zeitpunkt scheint eine Verlegung in ein anderes Land allerdings unwahrscheinlich. Schließlich sind viele der Stadien schon gebaut. Stattdessen will die Fifa das Turnier aufgrund der sommerlichen Hitze in Katar in den Winter verlegen. Bislang ist es zwar nur eine Empfehlung einer Arbeitsgruppe, doch es gilt als ausgemacht, dass auch das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes den Vorschlag befürworten wird – gegen den Willen der großen Vereine und Ligen.

Bei dieser Frage ist die deutsche Bevölkerung gespalten: 43 Prozent würden einer Verlegung zustimmen, wenn sie entscheiden dürften. Mit 48 Prozent würden nur wenige mehr den Vorschlag ablehnen.

Weniger Public Viewing im Winter

Aber egal, wie die Entscheidung am Ende aussieht: Die Mehrheit der Deutschen wird die WM verfolgen. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) hat dies vor, auch wenn die Weltmeisterschaft im deutschen Winter stattfindet.

Allerdings dürfte das bei den vergangenen Turnieren so beliebte Public Viewing weniger gut besucht werden. Fast drei von vier Befragten sagen, dass sie es sich nicht vorstellen können, im Winter auf öffentlichen Plätzen gemeinschaftlich Fußball zu schauen.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1.020 Personen im Zeitraum vom 27.02. bis 02.03.2015 repräsentativ befragt.

Foto: Markus Schreiber/AP/Press Association Images

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