Saubere Übergabe bei Haribo

Saubere Übergabe bei Haribo

Thomas Gottschalk hat für Haribo 24 Jahre lang Werbung gemacht. Diese Zusammenarbeit steht sogar im Guinness-Buch der Rekorde als die längste Werbepartnerschaft. Die Wirksamkeit und Effizienz von Werbung ist schwer zu messen, aber es gibt einige Indizien dafür, dass Gottschalk als Werbefigur für Haribo ein Erfolg war. Zu finden sind sie im Markenmonitor BrandIndex des Marktforschungsinstituts YouGov.

Da wäre zum Beispiel dieser beachtliche Wert: Während des Jahres 2014 gaben fast durchgängig mehr als 30 Prozent aller Deutschen an, in den vergangenen zwei Wochen Werbung von Haribo wahrgenommen zu haben. Das ist mehr als bei anderen Süßwaren-Herstellern wie Ritter Sport, Milka oder Lindt. Und: Haribos Werbung erreicht ähnlich viele Menschen wie die Dauerwerber Samsung, Sparkasse, Volkswagen oder Telekom - der Bonner Süßwaren-Produzent gehört damit insgesamt zu den in der Werbung präsentesten Marken.

Haribo hat sich eine hohe Bekanntheit aufgebaut. Mehr als Neun von zehn Deutschen geben an, Haribo zu kennen. Und ganz aktuell hat jeder fünfte auch etwas von ihr gehört. Mehr Aufmerksamkeit generieren in der Kategorie Süßwaren derzeit nur Lindt und Ritter Sport – die allerdings noch mehr von Weihnachten profitiert haben dürften als die Goldbären-Marke.

Haribo und seine Werbung werden also sowohl langfristig als auch kurzfristig wahrgenommen. Das sagt allerdings noch nichts darüber aus, ob Thomas Gottschalk das Ziel tatsächlich erreicht hat: Haribo als sympathische, Vertrauen erweckende Marke zu etablieren.

Doch auch darauf liefert der BrandIndex eine Antwort: eindeutig ja. Menschen, die die Marke kennen, haben mit +51 Punkten (auf einer Skala von -100 bis +100) einen sehr positiven allgemeinen Eindruck von ihr. Auch von der Qualität und dem Preis-Leistungs-Verhältnis sind sie überzeugt. Und nach Ritter Sport wird Haribo am häufigsten ins Relevant Set beim Kauf von Süßwaren genommen.

Nun wirbt nicht mehr Thomas Gottschalk für die Goldbären, Lakritz-Schnecken und den Color-Rado-Mix. Michael Bully Herbig hat übernommen. Sein erster TV-Spot (noch gemeinsam mit Gottschalk) läuft seit dem Jahreswechsel im Fernsehen und bei Youtube, wo er überwiegend positiv bewertet wird. Registriert wird die Werbung in der Bevölkerung – seit dem Jahreswechsel ist die Werbewahrnehmung um vier Prozentpunkte gestiegen. Das ist ein deutlicher Anstieg. Auch reden die Verbraucher heute mehr über Haribo als noch zum Jahreswechsel.

Bully Herbig erbt eine prima Ausgangslage. Haribo ist bekannt, gehört im Süß- und Zuckerwarenbereich zu den beliebtesten Marken und hat viele zufriedene Kunden. Vom Comedian Herbig geriet bisher nichts an die Öffentlichkeit, was seine Sympathiewerte gefährden könnte. Es müsste schon einiges schief laufen, wenn Haribo nach 24 Jahren Gottschalk-Werbung mit Bully Herbig nicht ähnlich bekannt und beliebt bleiben sollte wie in der Vergangenheit.

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Bild: dpa

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