Der (fast) weltweite Siegeszug der Sport-Marken

Der (fast) weltweite Siegeszug der Sport-Marken

Wer bei Deutschlands Mode spontan an funktional denkt, liegt richtig. Platz eins bis drei der Modemarken mit dem höchsten Ansehen belegen hierzulande Adidas, Jack Wolfskin und Nike. Der Spitzenplatz von Adidas verwundert kaum, steht die Marke schließlich für ein deutsches Unternehmen mit weltweiter Bedeutung. Jack Wolfskin hat es erfolgreich geschafft, seiner Kleidung ein Gefühl von Outdoor, Abenteuer, „Auf-alles-vorbereitet-zu-sein“ zu verleihen, und sie trotzdem so zu gestalten, dass sie stadttauglich und weitestgehend vorzeigbar ist.

In unserem Nachbarland Frankreich sieht es modetechnisch im Prinzip ähnlich aus wie bei uns. Die beliebteste Modemarke ist Decathlon, das französische Pendant zu Jack Wolfskin. Dann folgen Adidas und Mizuno, ein japanischer Sportbekleidungshersteller. Mit Lacoste auf Platz fünf der im BrandIndex beliebtesten Modemarken zeigen die Franzosen immerhin ein wenig Eleganz – aber selbst diese Marke gibt sich mit Kleidung für Golf und Segeln aktiv.

Sportlichkeit ist in Frankreich wie in Deutschland das Maß der Kleidung. Der Begriff „sportlich“ ist nahezu ein Kompliment, berühmte Sportler sind Idole; und schlank, auch eine Form von sportlich, ist das allseits angestrebte Körpermaß. Sportlich ist modisch und beliebt.

In den USA ist die Situation noch deutlicher. Nur Levi’s schafft es unter die Top 6 der beliebtesten Modemarken im BrandIndex, die ansonsten allesamt im Sport- bzw. Outdoor-Bereich anzusiedeln sind. Die Hersteller der Standard-Jeans der Amerikaner schafft es damit aber immerhin auf Platz 2. Ansonsten sind Marken wie Merrell, New Balance, Nike, Colombia und North Face ganz vorne dabei.

Adidas und Nike gehören auch in Japan zur Spitzengruppe, allerdings werden Platz eins und zwei der Liste von Uniqlo und Muji eingenommen. Uniqlo, eine Art H&M Japans, ist der umsatzstärkste Einzelbekleidungshändler Japans mit modischer Kleidung im Basics-Bereich. Mujis Philosophie zeichnet sich durch minimalistisches Design aus. Der Markenname heißt übersetzt etwa „Keine Marke, gute Produkte“.

Die Dominanz westlicher Sportmarken ist in China (im Vergleich zu Japan) nicht einmal ansatzweise zu beobachten. Die sieben Modemarken mit dem besten Image im Brandindex sind teure Designer-Marken aus Frankreich und Italien, angeführt von Chanel und Dior. Die Chinesen scheinen einen Sinn für Luxusartikel erkannt zu haben.

In Deutschland, Frankreich und USA sind die Sportmarken die mit dem besten Image.

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Bild: dpa

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