Mitarbeiterbefragung: Mehr Engagement durch nachhaltige Umsetzung

Mitarbeiterbefragung: Mehr Engagement durch nachhaltige Umsetzung

Mitarbeiterbefragungen sind eines der am häufigsten eingesetzten Managementtools. Sie sollen die Unternehmenswirklichkeit aus Sicht der Arbeitnehmer abbilden und dazu beitragen, die Arbeitssituation zu verbessern und die Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeiter zu steigern. Knapp über die Hälfte der Beschäftigten (53 Prozent) in Deutschland gibt an, dass in ihrem Unternehmen schon einmal eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt wurde. Dennoch führen nicht alle dieser Befragungen zum gewünschten Erfolg. Gerade der wichtigste Teil der Mitarbeiterbefragung - die Umsetzung konkreter Maßnahmen - wird häufig vernachlässigt. Die Auswirkungen zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage unter Arbeitnehmern.

Die große Mehrheit der Arbeitnehmer (87 Prozent), die an einer Mitarbeiterbefragung teilgenommen hat, wurde im Nachgang über die Befragung informiert. Wie die Umfrageergebnisse zeigen, läuft bis hierhin beim Thema Mitarbeiterbefragung in Unternehmen größtenteils also alles nach Plan. Doch auf die Frage, ob im Zuge der Mitarbeiterbefragung konkrete Maßnahmen für den eigenen Arbeitsbereich ergriffen wurden, gibt fast jeder Zweite (47 Prozent) an, dass dies nicht der Fall ist.

Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass sich aus Sicht von mehr als jedem zweiten Arbeitnehmer (54 Prozent) keine positiven Veränderungen nach der Mitarbeiterbefragung feststellen lassen. Noch extremer ist das Ergebnis bei Betrachtung der Beschäftigten ohne Führungsposition (61 Prozent). Zum Vergleich: Wurden nach Durchführung der Mitarbeiterbefragung konkrete Maßnahmen im eigenen Arbeitsbereich ergriffen, haben mehr als drei Viertel der Arbeitnehmer (76 Prozent) eine positive Veränderung erlebt.

Für die Studie wurden 916 Arbeitnehmer vom 18. bis 27. Juni 2013 repräsentativ befragt.

Foto: Thorben Wengert / pixelio

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