Wahlprogramme: Viele Bürger fühlen sich nicht gut informiert

Wahlprogramme: Viele Bürger fühlen sich nicht gut informiert

Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage fühlen sich 42 Prozent der Deutschen über die Wahlprogramme und Pläne der unterschiedlichen Parteien in Bezug auf die Zeit nach der Bundestagswahl 2013 nicht gut informiert. Jeder Siebte fühlt sich sogar überhaupt nicht informiert. Immerhin 16 Prozent der Befragten geben an, sich gut oder sehr gut informiert zu fühlen.

Unter Berücksichtigung der anstehenden Bundestagswahl im September sorgen besonders Bündnis 90/Die Grünen derzeit für viel Aufmerksamkeit. So geben sieben von zehn Befragten an, von den Grünen entsprechend ihrer Pläne nach der Wahl etwas mitbekommen zu haben. Bei SPD (62 Prozent) und CDU/CSU (54 Prozent) sind es deutlich weniger. Geringe Aufmerksamkeit kann die Piratenpartei erreichen: Hier geben lediglich elf Prozent an, etwas über die Pläne der Partei gehört zu haben. Vergleichsweise viel Beachtung findet die erst kürzlich gegründete Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) und liegt mit 32 Prozent noch vor den Linken (28 Prozent).

Die große Mehrheit (76 Prozent) der Bundesbürger informiert sich über Medien wie Internet, TV und Zeitung über die unterschiedlichen Wahlprogramme und Pläne der Parteien. Für 16 Prozent der Deutschen stellen Freunde und Bekannte einen wichtigen Informationskanal bezüglich des Vorhabens der verschiedenen Parteien dar. Aktiv informiert sich nur eine Minderheit, denn 13 Prozent geben an, sich direkt über die Webseiten der Parteien zu informieren. 10 Prozent nutzen Wahlstände und Veranstaltungen als Informationsquelle und jeder Achte (12 Prozent) informiert sich überhaupt nicht.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1.053 Internetnutzer vom 06. Mai bis 08. Mai 2013 repräsentativ befragt.

Bild: dpa



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