Jeder Dritte sieht Hoeneß vorverurteilt

Jeder Dritte sieht Hoeneß vorverurteilt
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Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag von ZEIT ONLINE empfinden fast vier von zehn Deutschen (37 Prozent) den Umgang von Medien und Politik mit dem Fall Uli Hoeneß als vorverurteilend. Bei den Jungen (18 bis 24 Jahre) sind es sogar 47 Prozent. Bei den Befragten mittleren Alters (35 bis 44 Jahre) sind dagegen nur 28 Prozent dieser Ansicht. Hoeneß war in die Schlagzeilen geraten, weil er sich im Zusammenhang mit einem Konto in der Schweiz selbst beim Finanzamt angezeigt hatte.

Die Berichterstattung der Medien und die Äußerungen der Politiker im Fall Hoeneß werden allerdings bei den Männern über alle Altersgruppen hinweg deutlich kritischer gesehen. 42 Prozent der männlichen Befragten beantworteten die Frage nach der Vorverurteilung mit Ja, bei den Frauen sind es nur 32 Prozent. Insgesamt empfindet etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) keine Vorverurteilung durch Medien und Politik, 10 Prozent sind unentschieden.

Eine deutliche Mehrheit von zwei Dritteln (66 Prozent) der Deutschen ist sich hingegen einig, dass es in Deutschland härtere Strafen für Steuerhinterzieher geben sollte. Nur 21 Prozent sind der Meinung, die derzeitigen Strafen würden ausreichen, 12 Prozent wussten es nicht. Je älter die Befragten sind, desto klarer ist die Forderung nach Verschärfung. Bei den 18 bis 24-Jährigen empfinden nur 56 Prozent die Strafen als zu lasch, bei den über 55-Jährigen sind es ganze 71 Prozent.

Die Popularität des FC Bayern München, dessen Präsident Uli Hoeneß ist, wird aus Sicht der Mehrheit nicht unter der aktuellen Steueraffäre leiden. 63 Prozent sind dieser Meinung, nur jeder Vierte glaubt, dass der Ruf des Klubs Schaden nimmt. 12 Prozent haben zu der Frage keine klare Position.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden vom 23. bis 24. April 1.044 Menschen repräsentativ befragt.

Bild: dpa

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