Französische Automarken stehen vor einer Herausforderung

Französische Automarken stehen vor einer Herausforderung

Traditionell beginnt das Autojahr mit dem Genfer Autosalon. Am Donnerstag, 7. März, stellen die bekannten Autohersteller am Genfer See ihre Neuheiten, Studien und inzwischen immer häufiger ihre Konzepte zu alternativen Antrieben vor. Auf Messen wie dieser werden teilweise Grundsteine gelegt für den späteren Erfolg eines Modells oder einer Modellvariante – und genau deshalb sind sie für manche kriselnde Autobauer sehr wichtig. Das trifft dieses Jahr zum Beispiel für die Marken des französischen Automobilkonzerns PSA zu: Citroen und Peugeot.

Bereits vor einiger Zeit war im BrandIndex die schwache Entwicklung der Marken zu beobachten. Die Prognose damals: Hyundai könnte die französischen Marken in Sachen Beliebtheit überholen. Genau das ist jetzt passiert – zumindest im Fall von Citroen. Hyundai hat Citroen im YouGov-Markenmonitor BrandIndex eingeholt. Zum einen, weil das Image von Hyundai seit November 2012 immer besser wird. Zum anderen, weil Citroen zuletzt weiter an Ansehen verliert und deutlich im negativen Image-Bereich liegt. Der südkoreanische Autobauer hat jetzt fünf Imagepunkte Vorsprung vor Citroen.

Mit +20 Imagepunkten steht die Schwestermarke Peugeot um einiges besser da als Citroen. Peugeot hat in den vergangen Monaten auch schon mal Werte um die +30 Punkte erreicht, doch die aktuelle Entwicklung ist recht stabil, wenn auch auf niedrigem Niveau. Zum Mittelfeld-Spitzenreiter Toyota besteht ein Abstand von aktuell 25 Imagepunkten. Positiv für Peugeot dürfte sein, dass Konkurrent Renault mit +12 Punkten einen noch geringeren Imagewert erreicht.

Die französischen Automarken haben im Heimatland übrigens ebenfalls zu kämpfen. Erreichten in Frankreich Citroen und Peugeot Anfang des Jahres 2012 noch um die +60 Imagepunkte, sind es jetzt +49 bzw. +43. Renault bewegt sich wie in Deutschland auf schwachem Image-Niveau. Die französischen Automarken haben im Ausland, aber auch zu Hause zu kämpfen.

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Bild: dpa

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