Umfrage: Organspendeskandal gefährdet Spendebereitschaft

Umfrage: Organspendeskandal gefährdet Spendebereitschaft

Die Bereitschaft zur Organspende ist angesichts des Transplantationsskandals stark gesunken. 45 Prozent der Bundesbürger haben Bedenken, sich als Organspender zur Verfügung zu stellen. 42 Prozent teilen die Bedenken nicht. Das geht aus einer YouGov Umfrage hervor, die im Auftrag der Nachrichtenagentur DPA durchgeführt wurde. 36 Prozent haben derzeit nicht vor, ihre Bereitschaft zur Organspende zu bekunden. Nur 30 Prozent haben dies vor.
In der Umfrage geben 14 Prozent an, bereits einen Ausweis zur Organspende zu haben. Jeder fünfte weiß noch nicht, ob er sich bereiterklärt, oder macht keine Angaben.

Die Manipulation der Patientendaten in Göttingen und Regensburg gefährdet offensichtlich die Spendebereitschaft der Bundesbürger. Nach Bekanntwerden des Falls entbrannte eine Debatte über die Organvergabe insgesamt. Nun sollen Kontrollen und Transparenz, Manipulationen verhindern und Vertrauen stärken.

Vor dem Hintergrund der bekanntgewordenen Unregelmäßigkeiten glauben 69 Prozent der Bundesbürger der Umfrage zufolge, dass man in Deutschland mit viel Geld ein Spenderorgan wie Leber, Niere, Lunge oder Herz legal kaufen kann oder dies schneller bekommt. 19 Prozent glauben das nicht.

Um die Spendebereitschaft zu verbessern, starten die Kassen demnächst eine groß angelegte Werbekampagne und schreiben ihre Versicherten an. Die Aktion geht auf neue gesetzliche Regelungen zurück, die vor geraumer Zeit beschlossen wurden.

Bild: dpa

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