Presseartikel 2015


YouGov-Studie: Bundesbürger begrüßen rezeptfreie Pille danach – Missbrauch allerdings potenzielle Gefahr

Köln, 20.03.2015. Dass die „Pille danach“ jetzt ohne Rezept in der Apotheke erhältlich ist, beurteilen die meisten Deutschen positiv. In einer repräsentativen Umfrage des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov befürworten rund zwei von drei Befragten (63 Prozent) die Entscheidung. Etwa jeder Dritte (29 Prozent) steht ihr skeptisch gegenüber. Für die Studie hat YouGov zwischen dem 10. und 12. März insgesamt 1021 Menschen zu ihrer Einstellung zum Thema Pille danach befragt.

Doch so positiv die Befragten den Verkauf ohne Rezept sehen – sie wünschen sich strenge Regeln für den Umgang und Verkauf der Arznei. Nur etwas mehr als ein Viertel (28 Prozent) befürwortet den Onlineverkauf durch Internetapotheken. Damit liegen sie auf Linie der Politik, die die Internetapotheken von der neuen Regel für die Notfallkontrazeptiva ausschließt. Denn deren Wirkung ist nur dann ausreichend gewährleistet, wenn die Einnahme möglichst schnell nach dem Geschlechtsverkehr erfolgt. Zudem wird so ein Kauf auf Vorrat erschwert. Ferner halten zwei Drittel der Bundesbürger (63 Prozent) ein dem Verkauf vorhergehendes Beratungsgespräch für notwendig.

Auswirkungen auf Sexualverhalten befürchtet

Mehr als 68 Prozent der durch YouGov repräsentativ Befragten halten die „Pille danach“ für ein „wichtiges Arzneimittel“. Alarmierend ist allerdings, dass etwa jeder Siebte (15 Prozent) sagt, dass man mit ihr andere Verhütungsmittel ersetzen kann, obwohl dies explizit nicht zu den Anwendungsbereichen gehört. Dass die Freiverkäuflichkeit zu erhöhter sexueller Aktivität bei Jugendlichen führt, glauben sogar vier von zehn Befragten (43 Prozent).

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Deutschen klar die Neuregelung zur Pille danach unterstützen“, sagt Dr. Ella Jurowskaja, Verantwortlich für den Bereich Healthcare bei YouGov. „Gleichzeitig gibt es offensichtlich Defizite in der Kommunikation rund um die Wirkung und Anwendung des Präparats, da immerhin fast jeder Siebte sich vorstellen kann, die Pille danach als Ersatzverhütungsmittel zu verwenden. Hier sind auch die herstellenden Pharmaunternehmen gut beraten, ihre Informationswege anzupassen. Bei einem Switch von einem Rx- zu einem OTC-Produkt rücken die Verbraucherinnen in den Fokus der Kommunikation rund um die Präparate und lösen Ärzte und Apotheker als alleinige Zielgruppen ab.“

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E-Mail: presse@yougov.de

Kontakt zur Studienleitung:

YouGov Deutschland AG
Dr. Ella Jurowskaja
Consultant
Tel.: +49 (0) 221 420 61 – 258
E-Mail: ella.jurowskaja@yougov.de

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Über YouGov:

YouGov ist ein weltweites Marktforschungs- und Beratungsinstitut. Im Jahr 2000 in London gegründet, ist YouGov mittlerweile mit mehr als 20 Standorten in Europa, den USA, im Nahen Osten, Afrika und Asien vertreten. YouGov gilt als Pionier in der Online-Marktforschung und gehört nach Angaben der renommierten American Marketing Association zu den Top 25 Marktforschungsunternehmen der Welt.

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