Presseartikel 2014


Finanzmarktstudie „Makler-Absatzbarometer I/2014“

Maklerbefragung: Mehrheit sieht Kunden durch GKV nicht gut versorgt

Köln, 07.05.2014. Die Mehrheit der Makler bewertet die Versorgung seiner Kunden durch die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) als nicht optimal. Über die Hälfte (59 Prozent) betrachtet diese als „mittelmäßig“ oder sogar „schlecht“. Dies ist das Ergebnis des Vertiefungsthemas „Krankenzusatzversicherung“ der Studie „Makler-Absatzbarometer“ des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Für die Studie wurden im März 2014 bundesweit 258 unabhängige Finanz- oder Versicherungsvermittler befragt.

Für zahlreiche Leistungen im Gesundheitsbereich werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen. Viele Verbraucher sorgen deshalb durch den Abschluss von Krankenzusatzversicherungen selbst vor. Als wichtigsten Aspekt bei der Empfehlung einer privaten Krankenversicherung sehen Makler den möglichen Abschluss auch bei Vorerkrankungen. Für fast zwei Drittel (65 Prozent) der Makler ist es so wichtig, dass dafür ein höherer Beitrag gerechtfertigt wäre. Die Übernahme der vollen Kosten (41 Prozent) und der Verzicht von Gesundheitsfragen bei Vertragsabschluss (39 Prozent) spielen bei den Maklern in Sachen Empfehlung ebenfalls eine wichtige Rolle.

Geht es bei der Vermittlung von Krankenzusatzversicherungen um die Varianten Pakettarif versus Einzelversicherung, so geht die Präferenz der Makler klar in Richtung der Einzelversicherung. Vorteile sehen die Vermittler dabei vor allem bei der bedarfsgerechten Absicherung/Beratung, der Individualität sowie im Preisvorteil.

Über alle abgefragten Leistungsbereiche hinweg (Krankenhaustagegeld, Zahnbehandlung, stationärer und ambulanter Bereich) schneiden im Vergleich insbesondere die ARAG, Barmenia, Continentale und DKV (in alphabetischer Reihenfolge genannt) positiv ab.

Das aktuelle Vertiefungsthema gibt unter anderem im Bereich Krankenzusatzversicherung Aufschluss über die von den Maklern geschätzten Absatzentwicklungen, aktuell favorisierte Anbieter und Vermittlungshäufigkeiten einzelner Leistungen. Die folgenden Anbieter von Krankenzusatzversicherungen werden in der Studie von den Maklern bewertet: Allianz, Alte Oldenburger, ARAG, AXA, Barmenia, Concordia, Continentale, Deutscher Ring, Die Bayerische (ehemals BBV), DKV, ERGO, Gothaer, Hallesche, HanseMerkur, Inter, LKH, Mannheimer, R+V, SIGNAL IDUNA, uni Versa und Württembergische.

Leichter Absatzrückgang im Privatkundengeschäft

Mit einer leicht negativen Veränderung von einem Indexpunkt pendelt sich die Absatzentwicklung im Privatkundengeschäft im ersten Quartal 2014 auf das Niveau vom ersten Quartal des Vorjahres ein und liegt damit bei aktuell 57 (Wertebereich von 0-100, Expansionsschwelle = 50). Auf Spartenebene findet sich die stärkste Veränderung im Krankenbereich, der sich mit +7 Indexpunkten nach den Rückgängen im vergangenen Jahr wieder erholen kann. In den übrigen Bereichen fallen die Veränderungen zu den Vorjahren eher moderat aus.

Der Absatzindex im Firmenkundengeschäft steigt im ersten Quartal 2014 um zwei Indexpunkte und liegt mit 59 Indexpunkten bereits zu Beginn des Jahres höher als in allen vier Quartalen 2013. Verantwortlich hierfür ist eine steigende zukünftige Vertriebserwartung. Lediglich die Kredit-Sparte hat einen leichten Rückgang um einen Indexpunkt zum vorigen Quartal zu verzeichnen, die übrigen Sparten entwickeln sich leicht positiv.

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Über YouGov:

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