Presseartikel 2014


Energiestudie "ComparisonCheck Energie 2014"

Energie-Vergleichsportale: Misstrauen hemmt Vertragsabschluss

Köln, 28.10.2014. Trotz hoher Nutzerzahlen von Energie-Vergleichsportalen schließt fast jeder dritte Vergleichsseitennutzer (30 Prozent) in Deutschland seinen neuen Vertrag nicht über das genutzte Vergleichsportal ab. Ein Trend, der sich seit Jahren fortsetzt, ist das steigende Misstrauen gegenüber der Verlässlichkeit von Ergebnissen auf Vergleichsseiten. Dies ist das Ergebnis der jährlich erscheinenden Marktstudie „ComparisonCheck Energie 2014“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die 1.022 Vergleichsseitennutzer im Juni 2014 repräsentativ befragt wurden.

Wer früher noch den Stromvertrag über eine Vergleichsseite abgeschlossen hat, dem fehlt es immer häufiger an Vertrauen in Objektivität (29 Prozent) oder Vollständigkeit (26 Prozent) der Ergebnisse. Zudem haben drei von fünf Vergleichsseitennutzern den Eindruck, dass sich die Ergebnisse von Seite zu Seite unterscheiden.

Das große Misstrauen führt dazu, dass sich erfahrene Nutzer immer stärker auf ein und dasselbe Vergleichsportal ihres Vertrauens beschränken. Neunutzer vermeiden hingegen eher den Tarifabschluss auf Vergleichsseiten und greifen vermehrt auf die Homepage der Versorger zurück, um vermuteten Preisaufschlägen auszuweichen. „Das Erreichen bestmöglicher Objektivität und Transparenz ist die größte Herausforderung für die Vergleichsportale“, sagt Werner Grimmer, Head of Energy Research bei YouGov. “Nur wer das schafft, kann Erstnutzer auch zum Abschluss auf der Seite bewegen und Vielwechsler dauerhaft an sich binden“, so Grimmer weiter.

In Bezug auf die gestützte Bekanntheit der zahlreichen Vergleichsportale zeigen sich im Vorjahresvergleich im Ranking keine Verschiebungen: Check24.de und Verivox könnten ihre Führung deutlich ausbauen. Zu den fünf bekanntesten Energie-Vergleichsseiten gehören Check24.de (76 Prozent) und Verivox (71 Prozent). Rund jedem zweiten Vergleichsseitennutzer sind zudem noch billiger.de (50 Prozent), Preisvergleich.de (49 Prozent) und Tarifcheck24 (42 Prozent) bekannt. Die mit Abstand am häufigsten favorisierte Vergleichsseite ist auch wie in den Vorjahren Verivox (39 Prozent), gefolgt von Check24.de (28 Prozent). Hier sind diese beiden Portale fast konkurrenzlos, denn immer noch kommt keine andere Vergleichsseite auf einen Wert von über fünf Prozent.

Im Weiteren liefert die Studie wichtige Erkenntnisse über die Verbrauchereinstellung zu Vergleichsseiten, Entscheidungskriterien bei der Produkt- und Tarifauswahl, zum Vorgehen der Nutzer bei Anbieter- und Tarifwahl, zu Erfahrungen bei der Nutzung und zur Servicequalität der untersuchten Vergleichsseiten.

Folgende Vergleichsportale wurden in der Studie untersucht: ASPECT.online, billiger.de, billiger-strom.de, Billigstrom.de, CHECK24.de, Financescout24.de, finanzen.de, gaspreisvergleich24.net, GELD.de, PREISVERGLEICH.de, strompreis.org, Stromtarife.de, Stromvergleich.de, TARIFCHECK24, TARIFVERGLEICH.DE, TOPTARIF, transparo.de, Verivox und wer-ist-billiger.de.

Weitere Informationen zum ComparisonCheck Energie 2014 finden Sie hier.

Pressekontakt:

YouGov Deutschland AG
Nikolas Buckstegen
Manager PR
Tel.: +49 (0) 221 420 61 – 444
E-Mail: presse@yougov.de

Kontakt zur Studienleitung:

YouGov Deutschland AG
Werner Grimmer
Head of Energy Research
Tel.: +49 (0) 221 420 61 – 294
E-Mail: werner.grimmer@yougov.de

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Über YouGov:

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