Presseartikel 2014


Studie zu „Work-Life-Blending“: Privat- und Berufsleben verschmelzen zunehmend

Köln, 20.03.2014. Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass sich Privat- und Berufsleben von Angestellten in Deutschland zunehmend überlappen. Der Arbeitszeitpunkt spielt eine immer geringere Rolle. Derzeit geben bereits drei von fünf Angestellten in Deutschland an, manchmal auch am Wochenende oder an Feiertagen zu arbeiten. Besonders interessant: Rund die Hälfte von ihnen tut dies sogar freiwillig. Dies geht aus der Arbeitsmarktstudie „Von Work-Life-Balance zu Work-Life-Blending“ des Kölner Markt- und Organisationsforschungsinstituts YouGov hervor, für die 744 berufstätige Akademiker vom 01.01. bis 31.01.2014 befragt wurden.

Geht es darum, wie häufig Angestellte am Wochenende arbeiten, so geben 22 Prozent der Befragten an, circa einmal im Monat an Wochenenden oder Feiertagen für ihren Arbeitgeber tätig zu sein. Weitere 20 Prozent arbeiten sogar mindestens einen Tag an jedem Wochenende. Ein zusätzlicher Beleg für die zunehmende Vermischung von Privat- und Berufsleben zeigt sich bei der Betrachtung beruflicher Telefonate und E-Mails, die während der Freizeit getätigt bzw. bearbeitet werden. So gibt die Hälfte der Arbeitnehmer an, dies auch in der Freizeit zu erledigen, fast jeder Achte (zwölf Prozent) sogar beinahe täglich.

Das neue Schlagwort für den Trend lautet Work-Life-Blending und stellt das bisherige Konzept des klar abgrenzbaren Arbeits- und Privatlebens – der Work-Life-Balance – infrage. Work-Life-Blending beschreibt einen fließenden Übergang bzw. die Vermischung von Arbeits- und Privatleben, ermöglicht durch neue Technologien und dem Wunsch selbstbestimmt agieren zu können.

„Unsere Studienergebnisse zeigen klar, dass viele Angestellte durchaus freiwillig dazu bereit sind, auch außerhalb der Arbeitszeiten für das Unternehmen tätig zu sein“ sagt Katharina Wegera, Senior Consultant bei YouGov. „Gleichzeitig ist es aber so, dass die Entgrenzung in die andere Richtung, also das Private während der Arbeitszeit zu regeln, zwar oftmals möglich ist, aber nicht so häufig genutzt wird“, so Wegera weiter.

Im Weiteren liefert die Studie unter anderem Antworten auf Fragestellungen, inwieweit der Trend in den unterschiedlichen Generationen fortgeschritten ist und welche Ansprüche aktuelle aber auch zukünftige Arbeitnehmer hinsichtlich der Vereinbarkeit von Arbeit und Beruf an ihren Arbeitgeber haben.

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Über YouGov:

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