Pflegespiegel


Kundenerwartungen und -verhalten zur privaten Pflegeversicherung

Studieninformationen zum Download

Hintergrund

  • Überalterung der Bevölkerung, niedrige Geburtenraten und steigende Lebenserwartungen sind Kennzeichen eines grundlegenden demographischen Wandels in Deutschland.
  • Die Wahrscheinlichkeit steigt, irgendwann im Leben pflegebedürftig zu werden. So stieg z. B. unter den verstorbenen männlichen GEK-Versicherten der Anteil derjenigen, die Pflegeleistungen bezogen haben, von 40,3 Prozent im Jahr 2001 auf 47,0 Prozent in 2009. Unter den Frauen entwickelten sich die Anteile von 60,2 auf 66,7 Prozent. (Quelle: Barmer GEK Pflegereport 2010)
  • Dennoch ist die Bereitschaft, eine zusätzliche private Pflegeversicherung abzuschließen bisher recht gering (vgl. YouGov Pflegespiegel 2011). Häufig warten die Kunden zu lange mit einem Vertragsabschluss und dann werden die Angebote zu teuer.
  • Mit dem „Bahr-Geld“ soll diese Verbraucherscheu vor der privaten Absicherung abgebaut werden. Die Bundesregierung informiert dazu im Internet wie folgt: "Der demographische Wandel bringt es mit sich: in Zukunft wird es immer mehr Menschen geben, die im Alter Pflege benötigen. Berechnungen sagen, dass allein die Zahl der Demenzkranken bis 2030 auf 1,7 Millionen steigen wird. Deshalb wird die Finanzierung der Pflege ab 2013 auf eine breitere Basis gestellt. Unabhängig vom persönlichen Einkommen erhalten gesetzlich Pflegeversicherte ab 1. Januar 2013 eine Zulage von 60 Euro jährlich (fünf Euro monatlich), wenn sie eine freiwillige private Pflege-Zusatzversicherung abschließen. Der Mindestbeitrag soll 120 Euro betragen."

Untersuchungsdesign

Kundenbefragung mit Conjoint-Analyse

  • Befragungsmethode: Online-Befragung im YouGovPanel Deutschland
  • Stichprobe: n=1.000 bevölkerungsrepräsentativ
  • Erhebungsmethode: Quoteneinladung (nach Alter, Geschlecht, Haushalts-Nettoeinkommen, Besitzer und Abschlussbreite) und anschließender bevölkerungsrepräsentativer Gewichtung
  • Erhebungszeitraum: Februar 2013
  • Interviewdauer: ca. 20 Minuten
  • Endbericht: Anfang März 2013

Qualitative Online Fokusgruppen (optional)

  • Befragungsmethode: zwei Online-Gruppendiskussionen
  • Stichprobe: 2 x n=10 Teilnehmer, private Entscheider/ Mitentscheider in Versicherungsfragen, eine Gruppe mit Abschluss in den letzten 12 Monaten oder Abschlussintention einer Pflegeversicherung in den nächsten 12 Monaten, eine Gruppe ohne Produktbesitz und ohne konkretes Abschlussinteresse
  • Erhebungszeitraum: ca. Oktober/ November 2012
  • Bericht: ca. Ende November 2012

Kosten

  • Qualitative Untersuchung mit 2 Online-Fokusgruppen: 1.250 EUR
  • Quantitative Untersuchung mit n=1.000 Befragung inkl. Conjoint-Analyse: 3.900 EUR