Allgemeine Informationen zum Thema Wahlumfragen bei YouGov


Wie führt YouGov Wahlumfragen durch?

YouGov Wahlforschung ist onlinebasiert und nutzt die registrierten Teilnehmer aus dem YouGov eigenen Online Access Panel. Dabei liegt der Schwerpunkt immer auf der Qualität der Stichprobe anstatt der Quantität.

Durch ein „Active Sampling“ Verfahren können Einschränkungen bei der Auswahl der Befragten getroffen werden, so dass nur Personen kontaktiert werden, die auch befugt sind an der Studie teilzunehmen. Somit stammen alle Teilnehmer der Studie aus dem YouGov eigenen Online Panel und werden anhand verschiedener definierter Kriterien ausgewählt.

Wer nimmt an Wahlumfragen teil?

In den letzten 10 Jahren hat YouGov in Deutschland sorgfältig ein Panel mit über 240.000 volljährigen Deutschen aufgebaut. Rekrutiert wurden die Teilnehmer aus unterschiedliche Quellen, wie klassische (Online-) Werbung, Offline-Rekrutierungsaktionen oder Partnerschaften mit einer Reihe von Websites.

Kommt ein neues Panelmitglied hinzu, wird zunächst ein Profil anhand einer Vielzahl von soziodemografischen und verhaltensbezogenen Daten erstellt. Die Unterstichproben für Wahlumfragen werden bevölkerungs-repräsentativ bezüglich des Alters, Geschlechts, Bildung, Region, politisches Interesse und Wahlverhalten bei der Bundestagswahl 2013 erstellt und gesondert für die gewünschte Umfrage eingeladen.

Wie werden die Daten analysiert?

Ist eine Umfrage vollständig abgeschlossen, werden die finalen Daten statistisch nach dem repräsentativen Profil aller erwachsenen Deutschen (einschließlich derer ohne Internetzugang) gewichtet. Die statistische Gewichtung wird von allen renommierten Marktforschungsinstituten als Finetuning durchgeführt und ist wichtig, um eine möglichst genaue Messung zu erzielen. YouGov gewichtet dabei bei Wahlumfragen nach Alter, Geschlecht, Region, Bildungsgrad, der gewählten Partei bei der Bundestagswahl 2013, dem Grad des politischen Interesse und der langfristigen Parteineigung. Zielgrößen für die Gewichtung werden aus den folgenden Quellen abgeleitet:

  1. Offizielle Zensus-Daten
  2. Ergebnisse der Bundestagswahl 2013
  3. Nachwahlbefragung zur Bundestagswahl 2013 und Wiederholungsbefragungen der Teilnehmer

Active Sampling stellt dabei sicher, dass die richtigen Leute in den richtigen Mengenverhältnissen eingeladen werden. In Kombination mit unserer statistischen Gewichtung wird dadurch sichergestellt, dass die Ergebnisse repräsentativ für die ganze Bevölkerung sind, nicht nur der Bevölkerungsanteil mit Internetzugang.

Hochwertige Stichproben zu generieren ist eine Herausforderung für alle Erhebungsmethoden. Es gibt Bereiche, in denen Onlinebefragungen nicht zielführend sind, worauf wir unsere Kunden auch hinweisen. Es ist jedoch falsch zu behaupten, Onlinebefragungen beeinflussen die Teilnehmer auf eine Art, die bei Offlinebefragungen anders wäre. Bei jeder Methode existieren Beeinflussungen, die nicht auszuschließen sind und bei der jeweiligen Methode berücksichtigt werden müssen.

Abfragung der Wahlabsicht

Bei der Abfrage der Wahlabsicht für die Bundestagswahl, fragen wir nach der CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Die Grünen, Die Linke, FDP, AFD und „andere Partei“ (sowie Verweigerung und „Keine Angabe/Weiß nicht“). Teilnehmer, die „andere Partei“ auswählen, bekommen ein weiteres Fragefeld mit einer Auswahl von kleineren Parteien.

Die Auswahl der abgefragten Parteien basiert auf den letzten Bundestagswahlergebnissen. Dabei gibt es kein formales Kriterium oder eine Mindestzahl an Parteianhängern um abgefragt zu werden. Erfahrungen in der Vergangenheit haben gezeigt, dass Fragen nach der Wahlabsicht für kleinere Parteien direkt in der ersten Frage eine größere Unterstützung für die Partei zum Ergebnis haben, als letztendlich das eigentliche Wahlergebnis zeigt, was durch das von YouGov verwendete Erhebungsverfahren vermieden wird.

Befragte werden ebenfalls aufgefordert anzugeben, wie hoch die Wahrscheinlichkeit auf einer Skala von eins bis zehn ist, dass sie tatsächlich wählen gehen. Mit dieser Zahl werden die Antworten mit dem Faktor 0 bis 1 gewichtet.

Wie exakt sind die Ergebnisse?

Ergebnisse von Umfragen sind immer Wahrscheinlichkeitsaussagen und mit einem gewissen Unsicherheitsfaktor behaftet. Dies wird durch das Konfidenzintervall berücksichtigt, welches aussagt, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Ergebnis in welchem Bereich liegt. Die Größe des Konfidenzintervalls ist von der Stichprobengröße (Anzahl Befragter) und dem ermittelten Anteilswert anhängig.

So liegt z.B. bei einer Stichprobengröße von n=1.500 und dem ermittelten Wahlanteil einer Partei von 35 Prozent das tatsächliche Ergebnis mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent zwischen 32,5 und 37,5 Prozent, bei einem hypothetischen Wahlanteil von 8 Prozent zwischen 6,6 und 9,4 Prozent. Dabei ist allerdings die Wahrscheinlichkeit höher, dass der tatsächliche Wert näher an dem ermittelten Wert liegt, als das dieser am Rande des Konfidenzintervalls liegt.

Panel Datenschutz

YouGov befolgt die Richtlinien der deutschen Marktforschungsverbände zum Thema Datenschutz. Wir veröffentlichen niemals etwas, dass die Ansicht eines einzelnen Befragten identifizieren könnte.

YouGov ist Mitglied des BVM Berufsverband der deutschen Marktforscher und der DGOF – Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung, sowie  von ESOMAR – Sie können die detaillierten Antworten auf die 28 ESOMAR Fragen hier nachlesen.

 

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