Wirtschaft

Überstunden scheinen in Unternehmen in Deutschland gang und gäbe zu sein. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage gibt über die Hälfte (58 Prozent) der Arbeitnehmer an, regelmäßig Überstunden zu leisten. Jeder siebte Angestellte macht sogar zehn oder mehr Überstunden pro Woche. Im Durchschnitt liegt die Anzahl der geleisteten Überstunden von Arbeitnehmern in Deutschland bei 3,64 Stunden pro Woche. Der Anteil an Überstunden, gemessen an der vertraglich festgelegten Soll-Arbeitszeit, beträgt dabei elf Prozent. Als häufigste Begründung für Überstunden geben die Befragten die hohe Arbeitslast (39 Prozent) an. Spaß an der Tätigkeit (24 Prozent) ist ebenfalls ein oft genannter Grund. 21 Prozent der Beschäftigten ... mehr


Nach Amazon nun also Zalando. Die Aufregung ist groß, weil eine RTL-Journalistin undercover recherchiert hat, wie schlecht die Arbeitsbedingungen im Lager des Modeversenders sind. Es wurde als Aufreger inszeniert und ein Shitstorm im Netz war praktisch unausweichlich. Hashtag: #Sklavando. Die erste Reaktion des Unternehmens: gelassen. Das nehmen die ohnehin schon aufgebrachten Anpranger dem Unternehmen zusätzlich übel, doch bleibt Zalando zurecht entspannt. Obgleich der tägliche YouGov-Markenmonitor BrandIndex seit Ausstrahlung der RTL-Dokumentation auf mehreren Dimensionen merkliche Verluste für Zalando ausweist, wird die geschürte Aufregung unserer Einschätzung nach schnell wieder vergessen sein. Unsere Erfahrung belegt: solche Kritik hagelt es vorrangig von Personen, die ... mehr


Die Schlagzeilen der vergangenen Wochen und Monaten zeigen: Auto-Teile Unger hat massive Probleme, Einschnitte sind nötig, um die Kosten zu drücken, um den langfristigen Fortbestand des Geschäfts zu sichern. Sehr gut wäre es dabei auch, wenn die KFZ-Werkstattkette schnell viele Kunden gewinnt, die ordentlich Geld in die Kasse spülen – doch das wird ein gutes Stück Arbeit werden. Im YouGov-Markenmonitor BrandIndex rangiert A.T.U mit +4 Indexpunkten (auf einer Skala von -100 bis +100) hinter allen anderen Werkstattketten, nur Pitstop ist noch unbeliebter. Das schlechteste Image hat A.T.U bei Männern zwischen 31 und 50 Jahren. Da liegt die Marke mit -6 ... mehr


Unternehmen wie Starbucks könnten den Banken einen Teil ihres Geschäfts abnehmen, indem sie das Geschäft mit Guthabenkarten ausbauen. Die Kaffeekette hat im vergangenen Jahr allein in den USA Zahlungen von rund 2,5 Milliarden Dollar auf diesem Weg abgewickelt. Kunden können auf den Karten Beträge speichern und damit bei Starbucks und den zugehörigen Ketten Teavana und Evolution Fresh bezahlen – vergleichbar mit einer Bankkarte. Und in Zeiten magerer Zinsen bieten die Treuepunkte eine interessante Alternative. Darüber hinaus sollen bereits 14 Prozent der Zahlungen bei Starbucks über Mobiltelefone – also die Starbucks-App – abgewickelt werden. Bis zu fünf Millionen Zahlungen pro Woche: ... mehr


Mit der Abwicklung von Streiks hat die Lufthansa inzwischen genauso Übung wie die Medien, die vor ziemlich genau einem Jahr Überschriften getextet haben, die man auch heute wieder liest: „Lufthansa streicht ihren Flugplan zusammen“ / „Für so was habe ich kein Verständnis“ / „Lufthansa streicht am Donnerstagmorgen fast alle Flüge“. Das sind Schlagzeilen aus dem April 2013. Und genau wie vor einem Jahr ist sich die Bevölkerung in Umfragen nicht einig, ob der Streik nun gerechtfertigt ist oder nicht. Auch Kommentatoren in den Medien vertreten unterschiedliche Standpunkte, von „jeder darf streiken, auch gut verdienende Piloten“ bis „überzogene Forderung, die schadet ... mehr


Über Obi muss man gar nicht mehr viele Worte verlieren: Der Biber-Baumarkt ist der beliebteste und bekannteste, bietet die beste Qualität und hat die größte Kundenbasis. Das zeigen Langfrist-Daten aus dem YouGov-Markenmonitor BrandIndex. Wie gut aber schaffen es die anderen Marken, Obi Konkurrenz zu machen? Als Praktiker im vergangenen Sommer Insolvenz anmeldete, erschütterte das die Baumarkt-Branche. Kurze Zeit später folgte der zweite Paukenschlag: Auch die Praktiker-Tochtermarke Max Bahr ist zahlungsunfähig. Das Rennen auf die Standorte war eröffnet – zu den Gewinnern gehört Bauhaus. Das Unternehmen ist gerade dabei, einen großen Teil der Max-Bahr-Filialen umzuflaggen. Das Rennen um die Max-Bahr-Kunden indes ... mehr


Wenn der Autovermieter Sixt seine inzwischen berühmt-berüchtigte Werbetrommel rührt, dann birgt das immer auch ein Risiko. Wie werden die (potenziellen) Kunden reagieren, wenn ihnen Peer Steinbrück den Stinkefinger entgegenstreckt, wo sie sich doch eigentlich zur Marke Sixt hingezogen fühlen sollen? Und ist mit einem Werbeplakat nicht eine Grenze überschritten, auf dem der zu Unrecht eingesperrte Gustl Mollath unfreiwillig für den Autovermieter wirbt? Ihm wird darauf der Satz „Wenn hier jemand verrückt ist, dann der Sixt mit seinen Preisen“ in den Mund gelegt, der darauf anspielt, dass Mollath jahrelang von der Justiz für unzurechnungsfähig erklärt wurde. Sixt wirbt mit seiner provokanten ... mehr


Das Privat- und Berufsleben von Angestellten in Deutschland überlappt sich zunehmend, sodass der Arbeitszeitpunkt eine immer geringere Rolle spielt. Derzeit geben bereits drei von fünf Angestellten in Deutschland an, manchmal auch am Wochenende oder an Feiertagen zu arbeiten. Besonders interessant: rund die Hälfte von ihnen tut dies sogar freiwillig. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Studie. Geht es darum, wie häufig Angestellte am Wochenende arbeiten, so geben 22 Prozent der Befragten an, circa einmal im Monat an Wochenenden oder Feiertagen für ihren Arbeitgeber tätig zu sein. Weitere 20 Prozent arbeiten sogar mindestens einen Tag an jedem Wochenende. Ein zusätzlicher Beleg ... mehr


Wenn Werbung zum Thema für Medien und alltägliche Gespräche wird, dann haben die Marketing-Experten ihr Ziel erreicht. Die Supergeil-Kampagne von Edeka konnte eigentlich gar nicht besser laufen. Erst eine, dann zwei, dann drei Millionen Zugriffe – Medien überschlugen sich beinahe mit Meldungen darüber, wie unglaublich oft der Song von Friedrich Liechtenstein schon aufgerufen worden sei. Rund sieben Millionen Klicks sind es zurzeit. Sogar international bekam Edeka Aufmerksamkeit: Vor allem amerikanische Medien berichteten nüchtern bis fasziniert und gleichzeitig verstört über das Video. Alle erwähnten auch Edeka in ihren Artikeln. Wenig überraschend hat die Kampagne vor allem junge Menschen erreicht. Laut YouGov ... mehr


Nach dem Kind direkt wieder Karriere? Für fast die Hälfte (42 Prozent) der Frauen in Deutschland ist es sehr wichtig oder wichtig, nach der Geburt ihres Kindes schnellstmöglich wieder in den Beruf einzusteigen. Dies zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage, für die ausschließlich Frauen in Deutschland befragt wurden. Auch beim Thema Erziehung hat sich das Blatt gewendet: Jede zweite Befragte (49 Prozent) würde es befürworten, dass der Vater beim Kind bleibt, während sie arbeiten geht. 44 Prozent argumentieren, dass sich so Väter besser an der Erziehung beteiligen können. Lediglich zehn Prozent sind von der Idee nicht begeistert. Sie glauben, Männer sind mit ... mehr